Ilvesheim - Ein Zeichen für Naturschutz und Artenvielfalt

Kampf gegen Pestizide

Von 
tge
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Der Ilvesheimer Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung ein Zeichen für Naturschutz und Artenvielfalt gesetzt. Das Gremium behandelte zwei Anträge zu diesem Thema. Einer stammte von CDU und Grünen, der andere von der SPD. Da beide Anträge thematisch große Ähnlichkeiten aufwiesen, kamen die Fraktionen überein, das SPD-Anliegen mit in den Antrag von CDU und Grünen aufzunehmen. Der damit gefundenen Lösung stimmten die Fraktionen einstimmig zu.

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CDU und Grüne hatten als Forderungen fünf Punkte genannt: Die Gemeinde soll auf von ihr bewirtschafteten Flächen auf chemisch-synthetische Pestizide verzichten (Punkt eins), auch von der Kommune beauftragte private Unternehmen sollen dazu verpflichtet werden (Punkt zwei). In Punkt drei heißt es, die Gemeinde soll das Gespräch unter anderem mit Landwirten suchen. Dieser Aspekt war in einem ursprünglichen Antrag, den die Grünen allein gestellt hatten, nicht enthalten. Das hatte im November im Gemeinderat für hitzige Diskussionen gesorgt.

Gemeinde nutzt heißes Wasser

Punkt vier sieht vor, dass die Renaturierung unter anderem von Schotter- und Splitanlagen vorangetrieben wird. In Punkt fünf wird gefordert, dass Bürgerinnen und Bürger regelmäßig über die Bedeutung von Biodiversität und Artenschutz informiert werden. Das Anliegen der SPD wurde als sechster Punkt zusätzlich in den Antrag aufgenommen. Darin geht es um die Gründung einer Initiative für Wildtier- und Insektenschutz. Sie soll von der Gemeinde geleitet werden. Ihr sollen verschiedene Gruppen angehören, so zum Beispiel Vertreter der örtlichen Vereine, Landwirte oder andere fachkundige Personen.

Während der Sitzung wies die Verwaltung darauf hin, dass die Gemeinde seit Jahren keine Pestizide mehr einsetzt. So wurde vor einigen Monaten auch ein Fahrzeug angeschafft, dass Unkraut lediglich mit heißem Wasser beseitigt. Peter Riemensperger (Freie Wähler) wies darauf hin, dass Bauhofmitarbeiter in seltenen Ausnahmesituationen weiterhin über den Einsatz von stärkeren Mitteln entscheiden dürfen sollten – wenn zum Beispiel ein Baum von einem seltenen und für Menschen gefährlichen Schädling befallen ist. tge

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