Ilvesheim - Vereine und Gemeinde diskutieren über Sanierungspläne für die Mehrzweckhalle / Informationen zu Terminen 2021 Ilvesheimer Mehrzweckhalle: Größe der Küche macht Sorgen

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Torsten Gertkemper
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Die Themen waren zahlreich – es ging unter anderem um die Küche, den Lagerraum, aber auch um die Lüftungsanlage: Zum ersten Mal haben die Ilvesheimer Vereinsvertreter mit der Gemeinde über die Pläne zur Sanierung der Mehrzweckhalle diskutiert. Bei der Online-Konferenz am Donnerstagabend waren gut 20 Teilnehmer dabei.

Sie soll bei der Sanierung auch erneuert werden. Die charakteristische Glasfront der Ilvesheimer Mehrzweckhalle. © Torsten Gertkemper
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Bisher gibt es für die Halle unterschiedliche Sanierungsvarianten. Die teuerste könnte insgesamt bis zu 4,5 Millionen Euro kosten. Wichtig: Das Gebäude soll nach seiner Ertüchtigung auch für die Kinderbetreuung zur Verfügung stehen. Der Gemeinderat hatte jüngst das Büro Motorplan mit der Planung des Vorhabens beauftragt (wir berichteten). Was die konkrete Ausführung angehe, sei allerdings „noch nichts in Stein gemeißelt“, wie Bürgermeister Andreas Metz betonte.

Konzeptstudie erneut vorgetragen

Jaqueline Schmidt stellte den Vereinsvertretern die Konzeptstudie vor, die sie im Mai bereits den Mitgliedern des Technischen Ausschusses präsentiert hatte. Ein wichtiger Diskussionspunkt im Anschluss war die Küche. Sie könnte laut Konzept kleiner werden als die bisherige.

„Mit einer Verkleinerung dieses Raums können wir keine 400 Gäste versorgen“, sagte Sabine Grözinger-Dambach vom Karnevalverein Insulana (KVI). Besonders in Pausen von Veranstaltungen müssten die Besucher schnell ihr Essen bekommen, weshalb eine Reduzierung der Fläche problematisch sei. Mehrere Vereinsvertreter schlossen sich Grözinger-Dambach in diesem Punkt an. „Das Thema Küche ist angekommen, das werden die Planer und wir im Blick behalten“, sagte Rathauschef Metz. Jeder, der schon einmal während einer großen Veranstaltung in einem solchen Raum gestanden habe – auch er selbst –, wisse, wie eng es dort werden könne.

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Doch nicht nur die Küche war ein Thema, das die Vereinsvertreter beschäftigte. Die Ilvesheimer Bürgerhilfe nutzt einen Raum in der Halle als Zwischenlager für Lebensmittelspenden. Dieser könnte nach der Sanierung wegfallen. „Darüber wären wir sehr unglücklich“, sagte Hildegund Wagner von der Initiative.

Ob im Bereich der jetzigen Empore Platz für einen neuen Lagerraum übrig bleiben könnte, konnte Planerin Schmidt noch nicht genau sagen. Bürgermeister Metz hatte diesen Ort ins Spiel gebracht, da dort die neue Lüftungsanlage eingebaut werden soll und diese eventuell nicht den gesamten Bereich der jetzigen Empore beansprucht.

Hoffen auf die Kerwe

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Nach etwas mehr als einer Stunde war die Diskussion, die stets sachlich verlief, beendet. An diesem Abend funktionierte das digitale Format sehr gut. „Allerdings wäre ich dafür, dass man sich noch einmal vor Ort ein Bild machen kann“, sagte Gerd-Jürgen Wawra vom MGV Germania. Diesem Wunsch möchte die Gemeinde nachkommen und plant derzeit ein Präsenztreffen unter Einhaltung der Hygienevorschriften.

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Neben der Mehrzweckhalle ging es an diesem Abend auch noch um die Termine für dieses Jahr. Dabei holte Bürgermeister Andreas Metz ein Stimmungsbild von den Vereinen ein. Auch wenn vieles noch ungewiss ist, planen die meisten bereits ihre Veranstaltungen für die zweite Jahreshälfte. Für den Fall einer Absage haben sich viele bereits mit Klauseln oder besonderen Verträgen abgesichert. Große Hoffnungen liegen auf der Kerwe. Andreas Trier von den Freien Wählern sprach aus, was viele dachten: „Ich warte sehnsüchtig auf dieses Fest.“

Redaktion Redaktion Neckar-Bergstraße, zuständig für Ilvesheim und Friedrichsfeld