Ilvesheim - InselArt zeigt tolle Aufführung der Ballettschule Zeitz mit „Rotkäppchen“ in der Mehrzweckhalle Glühwürmchen schwebt über die Bühne

Von 
Elke Wiggert
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Viel Spaß hatten bei der Ballettaufführung in der Mehrzweckhalle auch die jungen Akteure, die mit ihrer unverfälschten Natürlichkeit bezauberten. © Wiggert

InselArt ist vielfältig. Wie vielfältig, das demonstrierten die Ballettschülerinnen der Ballettschule Zeitz unter der Leitung von Thorsten Zeitz mehr als nur eindrucksvoll. Wer kennt nicht das Märchen „Rotkäppchen“ der Gebrüder Grimm? Wer aber kann von sich behaupten, diese Geschichte jemals als Ballettaufführung gesehen zu haben? Die Interpretation der Balletteusen unter der Choreographie von Thorsten Zeitz war eigenwillig, aber immens ausdrucksstark.

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Die Gruppe benötigte mehr als ein Jahr, um die Choreographie einzustudieren. Bevor die Ballettschülerinnen begannen, zu der Musik von Johann Strauss II zu tanzen, begrüßte Gemeinderätin Dagmar Klopsch-Güntner die Besucher in der voll besetzten Mehrzweckhalle: „Ballett ist der Traum vieler Frauen, nicht von Männern. Thorsten Zeitz bildet hier eine erfreuliche Ausnahme“. Sie bedankte sich bei der Tanzschule, die InselArt bereits seit 2010 unterstützt und gab die Bühne frei für die vielen Tänzerinnen.

Während es im Märchen mehr oder weniger nur um das Rotkäppchen, den bösen Wolf und die Großmutter geht, haben in dem Ballettmärchen deutlich mehr Figuren Platz. Da tanzen Katzen, Vögel, Schmetterlinge und Erntehelferinnen über die Bühne, zwischendrin immer wieder das Rotkäppchen und der böse Wolf. Viele der Balletteusen waren dabei in mehreren Rollen zu sehen.

Eindrucksvolle Kostüme

Eindrucksvoll waren auch die Kostüme, bunt, elegant und originell. Da schwebte das Glühwürmchen, getanzt von Greta Bläß, in einem blinkenden Kostüm über die Bühne. Oder die Geistergruppe flog scheinbar schwerelos in ihren zarten weißen Gewändern umher. Alle Altersgruppen waren eingebunden.

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Die beiden großen Fledermäuse Tina Hornberger und Stefanie Maier tanzten hingebungsvoll mit einer Vielzahl von Mini-Fledermäusen. Obwohl das Niveau natürlich deutlich unterschiedlich war, beeindruckten auch die kleinen Mädchen die Zuschauer mit ihrer unverfälschten Natürlichkeit und ihren Tanzschrittchen.

Die Besucher waren begeistert und sparten auch nicht mit Applaus, egal ob die vielen Fliegenpilze über die Bühne tanzten oder die älteren Mädchen beeindruckenden Spitzentanz demonstrierten. Es war fast eine Interaktion mit dem Publikum. Die Balletteusen gaben sich voll und ganz ihrem Tanz hin, und das Publikum konnte spüren, mit welcher Begeisterung die gesamte Gruppe dabei war. Währenddessen ging es in der Geschichte weiter.

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Das Rotkäppchen hatte sich in der Dunkelheit im Wald verirrt, aber es besaß Freunde, beispielsweise die Eule, getanzt von Kristin Illig. Die Bühne war entsprechend der Waldszene etwas abgedunkelt, was wiederum einen besonderen Charme hatte. In Anlehnung an das Märchen schaffte es der böse Wolf natürlich nicht, die Großmutter oder das Rotkäppchen zu fressen, denn es gab aufmerksame Katzen und Vögel, die das Rotkäppchen rechtzeitig warnen konnten.

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Zum Schluss erhielten die Tänzerinnen und der Choreograph Thorsten Zeitz begeisterten Applaus. Im Anschluss an den Ballettnachmittag fand im Foyer der Mehrzweckhalle noch ein Seccoempfang statt.

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Freie Autorenschaft Elke Wiggert Dipl. Betriebswirt (BA) verheiratet, 2 Kinder Hobbys: Fotografie, Schreiben