Ilvesheim - Verwaltung stellt Fragebogen vor Bürger sollen trotz Pandemie teilhaben

Von 
Torsten Gertkemper
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Trotz der Corona-Pandemie will die Ilvesheimer Gemeindeverwaltung Bürgerbeteiligung möglich machen. Jüngstes Beispiel ist das sogenannte Integrierte Gemeindliche Entwicklungskonzept (IGEK). Darin wird die Infrastruktur einer Kommune bewertet. Das Konzept soll einen ganzheitlichen Blick bieten und Stärken sowie Schwächen einer Gemeinde aufzeigen. Wichtig ist es deshalb, weil es in vielen Fällen die Grundvoraussetzung für eine Förderung vom Land ist. In Ilvesheim geht es konkret um die noch ausstehende Sanierung der Mehrzweckhalle. Hierfür gibt es bereits eine Förderzusage vom Land, allerdings möchte die Verwaltung den Förderbetrag erhöhen und den Zeitraum verlängern.

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Elementarer Bestandteil des IGEK ist die Bürgerbeteiligung. Diese stellt die Verwaltung allerdings vor große Herausforderungen. „Aufgrund der derzeitigen Krise, verursacht durch das Coronavirus, ist es schwierig, die Öffentlichkeit an dem Verfahren über gemeinsame Veranstaltungen zu beteiligen“, heißt es von Seiten der Verwaltung.

In der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses (TA) des Ilvesheimer Gemeinderats haben Bürgermeister Andreas Metz und Bauamtsleiter Pascal Tholé die wichtigsten Eckpunkte vorgestellt. Ein Fragebogen ist das Herzstück der Planungen. Bürger sollen darin Fragen zu Städtebau, Mobilität, Infrastruktur sowie Klima und Umwelt beantworten. Die Beteiligung wird über die Internetseite der Gemeinde sowie über das Mitteilungsblatt laufen. Dort soll der Fragebogen beigelegt werden.

Die Planer vom beauftragten Büro MVV Regioplan werden dann versuchen, die Anregungen zu berücksichtigen, so die Verwaltung. Im Herbst könnte das Konzept in öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt und diskutiert werden. „Wir hoffen, dass es in der zweiten Jahreshälfte wieder möglich ist, Veranstaltungen abzuhalten“, so Metz. Wichtig sei es aber erst einmal, mit dem Verfahren zu beginnen. Der Grund: Das Land möchte, dass das Konzept bis Jahresende vorliegt. Nur dann ist für die Gemeinde eine Aufstockung des Zuschusses für die Mehrzweckhalle denkbar. Wegen der Corona-Pandemie gebe es zwar eine Fristverlängerung, so der Bürgermeister. Diese werde aber nur gewährt, wenn man zeigen könne, dass der Prozess angestoßen wurde.

Informationen per Video?

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„Ich fände es gut, wenn Sie auch in einer Videobotschaft die Bevölkerung informieren würden“, sagte Gemeinderat Ralf Kohl (CDU) an Metz gewandt. Dem stimmte Peter Riemensperger (Freie Wähler) zu: „So ein Video zeigt man auch einmal der Oma und erreicht auf diese Weise viele Menschen.“ Diese Methode habe sich durchaus bewährt. Bürgermeister Metz hatte besonders zu Beginn der Corona-Pandemie Videobotschaften über das soziale Netzwerk Facebook verschickt.

Sarah Nick-Thoma (Grüne) sah in Details noch Verbesserungsbedarf: „Wenn gefragt wird, was ich mir noch mehr wünsche, ob Parkplätze oder Verkehrsberuhigung, könnte ich fast alles ankreuzen.“ Gerade bei diesem Thema sei es wichtig, dass die Befragten angeben würden, ob sie eher Auto- oder Busfahrer sind: „Dementsprechend unterschiedlich würden vermutlich die Antworten zum Thema Parkplätze ausfallen.“

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Redaktion Redaktion Neckar-Bergstraße, zuständig für Ilvesheim und Friedrichsfeld