Hirschberg - Uli Roth kämpft gegen Krebs – und strippt dafür mit anderen Prominenten in der Sendung „Showtime Of My Life“ Wenn die Hüllen fallen

Von 
Kevin Schollmaier
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Im Kampf gegen den Krebs: Der ehemalige Handball-Nationalspieler und PUR-Manager Uli Roth in der neuen Vox-Show „Showtime Of My Life“. © Vox

Uli Roth zieht blank. Im Kampf gegen den Krebs geht der ehemalige Handball-Nationalspieler und PUR-Manager nun bis zum Äußersten: In der neuen Vox-Show „Showtime Of My Life“ lässt er gemeinsam mit weiteren Prominenten tanzend die Hüllen fallen. Höhepunkt des neuen Formats ist eine Stripeinlage vor laufender Kamera. Die Botschaft: Wenn Stars sich vor einem Millionenpublikum ausziehen, können alle anderen das auch beim Arzt.

"Ich glaube, wir können mit dieser Sendung wirklich etwas ...

"Ich glaube, wir können mit dieser Sendung wirklich etwas bewegen. Wir werden damit Menschenleben retten." Uli Roth ist sich sicher, dass "Showtime of my life" ein Volltreffer wird.
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Die weiße Kapitänsmütze sitzt wie angegossen, das Jackett ist mit goldenen Manschetten zugeknöpft. In der Werbung lächelt der Ex-Handballer Uli Roth schon aus dem Fernseher heraus in die Wohnzimmer der Nation. Doch allzu lange wird der Leutershausener die Uniform am Abend des 2. Februar nicht anbehalten. Uli Roth ist Teil der groß angelegten Vox-Show im Kampf gegen den Krebs.

Insgesamt 16 Prominente – acht Frauen und acht Männer – nehmen an der Deutschland-Premiere teil und ziehen vor laufender Kamera blank. Wochenlang haben sie dafür gedreht, mit den aus „Let’s Dance“ bekannten Juroren Joachim Llambi und Motsi Mabuse Choreographien einstudiert und für den spektakulären Auftritt trainiert. Der Clou dabei: Um Aufmerksamkeit auf die tödliche Krankheit zu lenken, müssen Uli Roth und Co. gleich zweimal ihre Komfortzone verlassen. Sie tanzen nicht nur vor der Kamera, sondern ziehen sich beim Strip als Show-Höhepunkt auch aus. Das Motto: Mut beweisen, um anderen Menschen Mut zu machen, zur Krebsvorsorge zu gehen.

„Ich glaube, wir können mit dieser Sendung wirklich etwas bewegen“, sagt Uli Roth. Er ist sich sicher: „Wir werden damit Menschenleben retten.“ Der heutige Geschäftsführer der Managementagentur „Live Act Music“ weiß, wovon er spricht. Kurz nach seinem Zwillingsbruder Michael erhielt er 2009 die Diagnose Prostatakrebs. Gemeinsam standen die Brüder die Krankheit durch. Wohl nur deshalb, weil sie frühzeitig erkannt wurde.

Zweifel schnell abgelegt

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„Viele Männer wissen gar nicht, dass Prostatakrebs gut heilbar ist – wenn man regelmäßig zur Vorsorge geht“, erklären sie immer wieder. Heute gelten sie als geheilt und gehören zu den bekanntesten Gesichtern im Kampf gegen die tödliche Krankheit. Beide wurden zu Botschaftern und schrieben zwei gemeinsame Bücher.

Die Show, sagt Uli Roth deshalb unmittelbar nach dem Abdrehen des Show-Acts im Berliner Admiralspalast, sei ein absoluter Volltreffer: „Diese Sendung geht voll auf die Zwölf.“

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Anfängliche Zweifel bei der Anfrage und die Überwindung, sich zu entkleiden, habe er bei genauerer Betrachtung des Formats schnell abgelegt. Die Show werde von „Shopping Queen“-Liebling und DKMS-Botschafter Guido Maria Kretschmer moderiert und sei „stilvoll“ und „seriös“ aufgebaut. Das beweist ein Blick ins britische Ursprungskonzept der von Seapoint Productions produzierten Sendung. Dort gewann die Show sogar einen Emmy. Auch im internationalen Fernsehgeschehen ist „The Real Fully Monty“ bereits ein Quotenhit – und dabei ein Lebensretter.

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Alle Teilnehmer an der Sendung waren schon direkt oder indirekt von Krebs betroffen. Manche erkrankten wie Uli Roth selbst daran, andere haben Familienmitglieder verloren. Am 1. Februar machen um 20.15 Uhr die Frauen den Anfang, die Männer folgen am 2. Februar ebenfalls um 20.15 Uhr.

Seriös und locker

Überzeugt hat Roth vor allem, dass die Show Seriosität in Sachen Ausziehen beweist, gleichzeitig aber die nötige Lockerheit bewahrt, um auch Männern einen Zugang zum Thema zu geben. „Bei denen darf es nicht zu viel Drama sein“, weiß Roth. Es müsse auch mal gelacht werden – nur so könne man Männer zur Vorsorge bewegen.

Uli Roth ist sich jedenfalls schon jetzt sicher, dass die Show auch medizinisch ein Erfolg wird. „Sie hat alles“, sagt er, „Emotionen, Unterhaltung und vor allem eines: eine wichtige Botschaft.“ Einen passenderen Teilnehmer hätten die Macher von Vox wohl kaum finden können.