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Hirschberg - Norbert Bickel nach fast 50 Jahren bei der Gemeinde verabschiedet / Bürgermeister Ralf Gänshirt: Gewissenhaft, fleißig, verantwortungsbewusst

Nur ein einziges Mal beworben

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Feierlicher Moment: Vize-Personalratsvorsitzende Tina Raupp (v.l.), Bürgermeister Ralf Gänshirt, Norbert Bickel und Gabriele Bickel. © Sascha Lotz

Hirschberg. Nur zwei Monate hätten gefehlt, und die 50 wären voll gewesen – fast ein halbes Jahrhundert hat Norbert Bickel in Diensten seiner Heimatgemeinde gearbeitet. Bei seiner feierlichen Verabschiedung im Bürgersaal lobte Ralf Gänshirt dessen unaufgeregte, gewissenhafte und sachliche Art. Zugleich blickte der Bürgermeister zurück auf ein Berufsleben, das gerade in der heutigen Zeit ziemlich einzigartig sein dürfte. Nach dem Hauptschulabschluss – bis 1972 besuchte Bickel die Martin-Stöhr-Schule – schrieb der damals 15-Jährige nur eine einzige Bewerbung. Adressat war die damals noch eigenständige Gemeinde Leutershausen. Sein Gesuch landete auf den Tischen der Gemeinderäte, und das Gremium beriet über die Einstellung des Teenagers. Er sei aus drei Bewerbern ausgewählt worden, erinnert Gänshirt: „Leutershausen hat den Besten genommen.“

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Bis Juli 1975 dauerte Bickels Lehrzeit; sie wurde verkürzt, denn die Verwaltung beantragte offiziell die vorzeitige Beendigung mit dem Hinweis auf den Lehrling, der „sehr strebsam und wissbegierig“ sei und zudem „sehr zufriedenstellende Zeugnisse“ hatte. Unterbrochen vom Grundwehrdienst folgte in den kommenden Jahren „eine Finanzlaufbahn, die ihresgleichen sucht“, wie Gänshirt lobt. Der Finanzfachangestellte machte Lehrgänge und Fortbildungen, wurde erst zum stellvertretenden und ab 1981 zum Kassenverwalter befördert – 1993 kam Bickel zur Kämmerei.

Ein Jahr zuvor hatte er geheiratet, später kamen die Söhne Marius und Claudio zur Welt; Ehefrau Gabriele hat ihrem Mann zum Renteneintritt ein Gedicht geschrieben, reimt launig von der Zeit, während der er „vier Bürgermeister und fünf Amtsleiter verschlissen“ habe, und lobt ihn als kollegialen Menschen mit einem erfüllten Arbeitsleben. Es war auch der Beruf, der das Paar zusammenführte; 1986 begann ihre Tätigkeit im Rathaus, und bei der damaligen Volkszählung kamen sich die stellvertretende Hauptamtsleiterin und der Finanzfachmann näher.

Tina Raupp erinnert an Bickels Zeit im Personalrat. Die Vizevorsitzende hebt dessen stets freundliches Wesen, den Einsatz für die Kollegen sowie die angenehme Zusammenarbeit hervor.

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Am Ende steht die Frage: Wie stellt sich Bickel nun seinen Ruhestand vor? Zuerst wolle er Reparaturen an seinem Haus in Leutershausen vornehmen. Dann, und jetzt strahlt er, „werde ich viel wandern“. Also seinem Hobby nachgehen, für das er nun viel mehr Zeit hat. 

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