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Hirschberg - Bürgermeister Gänshirt informiert im Ausschuss über anstehende Arbeiten / Umstrittenes Kunstwerk an Fassade

Kreisel soll verbreitert werden

Von 
Hans-Peter Riethmüller
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Mitte September sollen die Arbeiten am westlichen Autobahnkreisel losgehen. © Sascha Lotz

In den vergangenen Tagen haben die Bauarbeiten an der L 541 zwischen Heddesheim und Hirschberg begonnen (wir berichteten). Diese sollen bis zum Jahresende andauern und kosten 950 000 Euro. Bürgermeister Ralf Gänshirt informierte in der Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt, die nach Monaten erstmals wieder im Bürgersaal des Rathauses stattfand, über die Auswirkungen für Hirschberg.

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Start Mitte September?

Im Zuge dieser Maßnahme wird der westliche Autobahnkreisel verbreitert und eine Bypassfahrbahn vom Gewerbegebiet aus in Richtung B 3 errichtet. Im ersten Abschnitt wird die Straße zwischen Heddesheim und Hirschberg erneuert. Die Verbreiterung des Kreisels erfolgt voraussichtlich ab Mitte September. Laut Gänshirt wird die Zu- und Abfahrt ins Gewerbegebiet über alle Bauphasen hinweg aufrechterhalten. Um dies zu gewährleisten, wird zunächst der Bypass erstellt.

Ein knapp 16 Quadratmeter großes und zehn Zentimeter dickes Dreieck aus Aluminium löste im Ausschuss eine längere Debatte aus. Der Bauherr möchte dieses Kunstobjekt am Giebel zur Bahnhofstraße 10 montieren lassen. Für den Bauherren habe dies eine tiefe Symbolik, eine Art Handreichung zum verstorbenen Vater, wie er in der Sitzung im Bürgersaal des Hirschberger Rathauses erläuterte. Am Ende stimmte der Ausschuss dem Bauantrag in allen Punkten zu.

Wie Bürgermeister Ralf Gänshirt eingangs mitteilte, befinde sich der Komplex nicht im Bereich eines geltenden Bebauungsplans, aber im Geltungsbereich der Erhaltungs- und Gestaltungssatzung. Genau hiervon beantragte der Bauherr eine Ausnahme, wie Bauamtsleiter Rolf Pflästerer erläuterte. Der Antragsteller habe sich vorbildlich mit den Satzungen auseinandergesetzt.

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Dem Zeitgeist entsprechend

An der Fassade soll es weder eine Holzverschalung noch eine Begrünung geben. Auch Klapp- oder Schiebeläden sind nicht vorgesehen. Vielmehr sieht die geplante Fassade Öffnungen im gleichen Format vor. Der Sockel mit den kleinen rechteckigen Kellerfenstern bleibt optisch erhalten und entspricht dem damaligen Zeitgeist aus dem Erbauungsjahr des Hauses, dem Jahr 1967. Zum Kunstobjekt bemerkte der Bauamtsleiter: „Der Kurpfälzer sagt hierzu nur Geschmackssache. Verunstaltet wird die Fassade nicht.“ FW-Gemeinderat Bernd Kopp teilte diese Ansicht nicht ganz und hakte nach, ob die Satzung nicht doch Vorgaben für solche Fälle mache. Pflästerer verneinte dies. Kopp gab sich damit zufrieden und stimmte zu.

„Grundsätzlich okay“

CDU-Gemeinderat Thomas Götz fand das Kunstwerk grundsätzlich „okay“. Und die neue Fassadengestaltung wirke auf ihn „leicht und luftig“. GLH-Gemeinderat Karlheinz Treiber, selbst Künstler, hatte keine Einwände und lobte wie alle anderen, dass der Bauherr die Vorgaben der Gestaltungssatzung „mustergültig abgearbeitet“ habe.

SPD-Fraktionssprecher Thomas Scholz bestätigte dies auch, hatte dennoch beim Kunstobjekt ein „schlechtes Gefühl“: „Irgendwann ist es keine Kunst mehr, sondern ein Werbeträger. Was machen wir dann?“ Katharina Goss-Mau (Freie Wähler) begrüßte, dass auf dem Dach eine Photovoltaikanlage entstehe. „Das Kunstobjekt mag ich. Lieber ein Dreieck auf dem Dach als eine tönerne Gaube“, sagte sie. Auch FDP-Fraktionssprecher Oliver Reisig hatte keine Einwände gegen die Gestaltung. Das Kunstobjekt sei für ihn ein „Eyecatcher“ (deutsch in etwa Blickfang).

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