Vergewaltigungsprozess vertagt

Von 
miro
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Am Freitag hat erneut ein Corona-Quarantänefall für den Ausfall einer Verhandlung am Landgerichts Heidelberg gesorgt. Es ist mindestens der dritte Fall in knapp zwei Wochen. Jedes Mal ging es um weibliche Angeklagte, die in der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Gmünd Kontakt zu einer positiv auf Corona getesteten Mitinsassin hatten.

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Eine 45-Jährige muss sich nun voraussichtlich am 23. Februar unter anderem wegen Vergewaltigung verantworten. Gemeinsam mit ihrem Partner soll die Wohnsitzlose im August 2020 in einem abrissreifen, leerstehenden Haus in Heidelberg gelebt haben. Die Angeklagte soll sich laut Staatsanwaltschaft dort illegal als Prostituierte betätigt haben. Am 13. August 2020 soll ein Freier gekommen sein, um sexuelle Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Anstelle die gewünschten Handlungen an ihm vorzunehmen, soll die Frau den Geschädigten jedoch mit ihrem Körper auf einer Matratze fixiert haben.

Ihr Partner soll den Geschädigten danach mit Gegenständen vergewaltigt haben. Der Verteidiger des 40 Jahre alten Angeklagten kündigte an, dass sein Mandant am nächsten Verhandlungstag aussagen wird. Zwölf Zeugen und eine Sachverständige sollen gehört werden. miro