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Ukraine-Konflikt

Uniprofessor schickt Hilferuf aus Ukrainischer Stadt Charkow nach Heidelberg

Von 
Michaela Roßner
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Explosionen zerstörten die Türen und Fenster des Universitätsgebäudes, mehrere Räume wurden „zu Asche verbrannt“: Ein Hilferuf aus Charkow in der Ukraine hat den Freundeskreis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Heidelberg erreicht. Igor Girka, Dekan der Hochschule für Physik und Technologie an der Nationalen W.-N.-Karasin-Universität Charkow sowie Mitglied der ukrainischen Akademie der Wissenschaften, schildert darin in dramatischen Worten seine Erlebnisse am ersten Abend der russischen Invasion und fleht die (akademische) Welt um Hilfe an, berichtet der Heidelberger Henning Belle. Als Beleg schickt der ukrainische Professor per Mail ein Bild der Fassade sowie eines der Gebäuderückseite, das eine Rakete zeigt. „Sie ist zehn Meter von unserer hinteren Institutswand eingeschlagen“, schreibt Girka. Beide Aufnahmen stammen von einem Institutsmitarbeiter.

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Charkow ist nach Kiew die zweitgrößte Stadt der Ukraine. Rund 1,5 Millionen Menschen leben in dem Wissenschaftszentrum mit mehr als 40 Universitäten und Hochschulen. Girka war als Professor für Angewandte Physik und Plasmaphysik 2018 Gastwissenschaftler am Karlsruhe Institute of Technology (KIT) und nahm unter anderem am Programm „Schule hautnah“ des DAAD-Freundeskreises teil. „Ich kann die Kämpfe von meinem Fenster aus sehen“, berichtet der er von den erbitterten Auseinandersetzungen direkt neben seiner Fakultät und bittet „Helft uns!“.

Die Rakete war neben dem Unigebäude eingeschlagen. © Dementiy Matviyenko

Der 59-Jährige fügt hinzu: „Das ist keine Demonstration der Stärke - das ist ein wahrhaftiger Krieg.“ Dass Russland nur militärische Infrastruktur zerstören wolle, sei unwahr. „Und selbst wenn: Warum verursacht ein Land einfach so solche Zerstörungen in einem anderen Land?“ Der DAAD pflegt Kontakte zu Akademikern weltweit.

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Redaktion Redakteurin Metropolregion/Heidelberg

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