Tiergarten - Weibchen stirbt überraschend mit 33 Jahren Trauer um Gorilladame „Zsa Zsa“

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sin
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Heidelberg. Traurige Nachricht aus dem Heidelberger Zoo: Das Gorillaweibchen Zsa Zsa ist im Alter von 33 Jahren völlig unerwartet gestorben. Tierpfleger hatten die Affendame am Morgen des 3. April leblos im Gehege entdeckt. In den Tagen zuvor habe sich Zsa Zsa völlig normal verhalten, gut gefressen und keine Anzeichen einer Erkrankung gezeigt. Um die Todesursache zu klären, sei das Tier im Deutschen Primaten Zentrum in Göttingen untersucht worden.

Gorilladame Zsa Zsa starb an einer Blutvergiftung. © Zoo Heidelberg
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Dabei hat sich nach Angaben von Zoo-Kuratorin Sandra Reichler herausgestellt, dass eine Verdichtung aus Pflanzenfasern zu einer Verlegung des Darms geführt hatte. „Dadurch konnte sich der Futterbrei im Darm anstauen, bis es zu einem Riss in der Dickdarmwand kam. So gelangte der Futterbrei in Bauchraum und Blutbahn, was zu einer Blutvergiftung mit Herz-Kreislauf-Versagen geführt hat“, fasst Reichler das Untersuchungsergebnis zusammen. Eine infektiöse Ursache habe durch umfangreiche Untersuchungen sowohl im Deutschen Primaten Zentrum als auch innerhalb der Heidelberger Gorillagruppe ausgeschlossen werden können.

„Zsa Zsas Tod ist ein tragisches Einzelschicksal, das uns alle sehr bewegt. Den anderen Tieren der Gorillagruppe geht es aktuell gesundheitlich gut“, berichtet Tierärztin Barbara Bach. Allerdings hätten die Gorillas ein Gruppenmitglied verloren, „sie werden noch etwas Zeit brauchen, diese plötzliche Leerstelle zu füllen. Bisher kommen die Tiere mit der neuen und ungewohnten Situation aber zurecht“, berichtet der stellvertretende Revierleiter Dominik Winkel. Zsa Zsa lebte seit 15 Jahren am Neckar. sin