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Solidarität - Jocelyn B. Smith trifft Beate Weber-Schuerholz

„Schwestern“ sehen sich wieder

Von 
Miro
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Heidelberg. Sie konnten sich an diesem Abend kaum aus den Armen lassen: die Jazz- und Opernsängerin Jocelyn B. Smith und die frühere Heidelberger Oberbürgermeisterin Beate Weber-Schuerholz haben sich bei der Präsentation der Skulptur „The Helpless“ von Jean-Luc Cornec im Hof des Palais Graimberg wiedergesehen. Und was sie erzählten, hat für viele Zuhörer eine bedrückende Aktualität.

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In den Wochen des Lockdowns, in dem das Interkulturelle Zentrum (IZ) wie alle Einrichtungen schließen musste, hat es mit Online-Veranstaltungen 30 000 bis 50 000 Menschen erreicht, berichtet IZ-Leiterin Jagoda Marinic. Smith leitete die Workshop-Reihe „We Rise“ für Menschen, die sich sozial und politisch engagieren. Für die Vorstellung der Skulptur am Samstag kam sie aus Berlin und sang mit dem Publikum, das die Augen schließen sollte, um sich besser in die schwarze Seele einfühlen zu können, „Black National Anthem“ sowie „Brown Baby“ von Nina Simone.

Vorprogramm von Harald Juhnke

Jocelyn B Smith (links) und Beate Weber-Schuerholz (rechts). © Philipp Rothe

„Wir sind Schwestern“, freut sich Weber-Schuerholz sichtlich über das Wiedersehen. Smith erzählt, dass sie bei einem Auftritt im Vorprogramm des „deutschen Frank Sinatra“ Harald Juhnke in Berlin einmal übelst ausgebuht worden sei – eine schlimme Erfahrung von Rassismus, die sie zunächst ziemlich verunsichert habe. Als dann ein Auftritt in Heidelberg anstand, sei sie sehr nervös gewesen. Die damalige Stadtchefin habe ihr vorab Vertrauen gegeben, indem sie versicherte, dass in Heidelberg „so etwas“ nicht passiere: „Nicht in meiner Stadt“, habe sie gesagt, weiß Smith noch den genauen Wortlaut.

Berührend war auch ein weiterer Moment: Katja Zakotnik (Violoncello) und Naila Alvarenga (Piano) spielten für die am selben Tag im Alter von 96 Jahren verstorbene KZ-Überlebende Esther Bejarano das Partisanen-Lied „Bella Ciao“. Bejarano hatte mit diesem Lied im Oktober 2020 in der Heidelberger Heiliggeistkirche das Publikum ins Schwingen gebracht, als sie mit der Hermann-Maas-Plakette ausgezeichnet worden war. 

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