Pandemie - Laienschnellkits für eine halbe Million Euro bestellt

OB erklärt Test-Kauf

Von 
Miro
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Heidelberg. Oberbürgermeister Eckart Würzner hat in der zweiten Märzhälfte mehr als 102 000 Laien-Corona-Tests zum Preis von knapp 550 000 Euro (Stück 4,50 Euro netto) angeschafft, ohne den Gemeinderat vorab zu fragen. In der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses möchte Würzner über diese Eilentscheidung informieren und den Hintergrund erklären. Die Sitzung beginnt in digitaler Form am Mittwoch, 14. April, um 17.30 Uhr.

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Zu Beginn der dritten Infektionswelle Mitte März seien flächendeckende Tests neben der Impfung als ein probates Mittel gegen die wieder an Fahrt aufnehmende Pandemie erschienen, heißt es in einer Verwaltungsvorlage. Zur Erweiterung des städtischen Testangebotes seien 102 600 Laien-Selbsttests für 549 423 Euro bestellt worden. „Zum Zeitpunkt der Entscheidung waren nur wenige SARS-CoV-2 Laien-Selbsttests auf dem Markt verfügbar“, heißt es weiter – unter anderem deshalb, weil Discounter und Großbeschaffer des Bundes den Markt leer gefegt hätten. „Um der Pandemie entgegenzuwirken, war somit eine kurzfristige Bestellung von 102 600 SARS-CoV-2 Laien-Selbsttests über ein nur zwei Tage gültiges Angebot der Herstellerfirma Roche Diagnostics Deutschland GmbH zu noch akzeptablen Konditionen im Rahmen einer Eilentscheidung unumgänglich“, lautet die Erklärung weiter. Die Tests sollten Mitarbeitern mit Kundenkontakt zugute kommen, die noch nicht geimpft werden können. Für die Schulen seien bereits in der 11. Kalenderwoche 21 000 Selbsttests angeschafft worden, weitere 5000 Tests für Schüler hätten sich „im Zulauf“ befunden.

Unter dem Abschnitt „Corona-Pandemie“ seien im Teilhaushalt des Kämmereiamtes unter anderem für die Beschaffung von Masken, Tests und Desinfektionsmitteln für das Jahr 2021 insgesamt zwei Millionen Euro vorgesehen. miro