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Justiz

Mehr als sechs Jahre Haft für geplanten Feuertod von Gläubiger

Von 
dpa
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Heidelberg. Weil sie aus finanzieller Not heraus ihren Chef und Gläubiger bei lebendigem Leib verbrennen wollte, hat das Landgericht Heidelberg eine Frau zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zwei Monaten verurteilt. Das Gericht sprach sie am Freitag wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit versuchter schwerer Brandstiftung, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung sowie wegen Untreue schuldig, wie ein Sprecher mitteilte. Das Urteil ist bislang nicht rechtskräftig. Zuvor hatte der SWR davon berichtet.

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Die 43-Jährige war laut Anklage seit dem Jahr 2020 finanziell von dem Mann abhängig. Er habe ihr angeboten, die Schulden für sexuelle Dienstleistungen zu erlassen. In seinem Büro in Neidenstein (Rhein-Neckar-Kreis) habe die Angeklagte 5000 Euro vom Konto des Chefs auf ihr eigenes überwiesen - doch dann befürchtet, bald entdeckt und erneut zu sexuellen Kontakten aufgefordert zu werden.

Zum Schein ging sie der Staatsanwaltschaft zufolge auf den Wunsch nach Sex ein und legte dem Vorgesetzten Fesseln und eine Augenbinde an. Dann versuchte sie, ihn mit brennbarem Material - Altpapier und Decken - anzuzünden. Auch habe sie den eigenen Flammentod geplant.

Der Geschädigte hatte den Brand den Angaben zufolge bemerkt und seine Fesseln gelöst. Beim Löschen des Feuers mit bloßen Händen soll er sich Brandverletzungen zweiten Grades zugezogen haben.

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