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Spendenaktion

Kicker der TSG 1899 Hoffenheim sammeln mit Stiftung „Courage“ Geld für junge Krebspatienten

Von 
Michaela Roßner
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Fußball-Manager und „Courage“-Botschafter Alexander Rosen stellt die Spendenkampagne „Wir h11en“ vor. © TSG 1899 Hoffenheim

Heidelberg/Sinsheim. „Wir h11en“ heißt eine Spendenaktion der TSG 1899 Hoffenheim mit der Stiftung „Courage für chronisch kranke Kinder“, die am Vormittag mit der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Köln gestartet wurde. Botschafter sind neben Profi-Direktor Alexander Rosen die beiden Spieler „Baumi“ Christoph Baumgartner und „Sebi“ Sebastian Rudy.

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Unterstützt werden Projekte für krebskranke Jugendliche, die am Heidelberger Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin betreut werden. 11 Euro, 111 Euro, 1111 Euro oder sogar mehr – so wie die elf Fußballer auf dem Rasen ein Team bilden, so steht die Zahl 11 symbolisch auch beim Spendenaufruf „Wir h11en“ im Zentrum, erklärt TSG-Sprecher Nils Hachmann. Ziel ist es, möglichst viele Fußballfans, Fußballer und weitere Unterstützer für eine beliebige 11er Spende zu gewinnen.

Stiftung an der Universitäts-Kinderklinik

Die Stiftung „Courage“ ist 2018 an der Heidelberger Universitäts-Kinderklinik gegründet worden.

Sie soll Angebote wie Musiktherapie und Betreuung von Kindergarten- und Schulkindern langfristig sichern, aber auch in Einzelfällen individuell die kleinen Patienten und ihre Familien unterstützen.

Georg F. Hoffmann, Klinikdirektor und Vorstandsvorsitzender der Stiftung, beschreibt, dass immer mehr Kinder mit chronischen Erkrankungen dank der medizinischen Fortschritte ins Erwachsenenalter kommen und spezifische Unterstützung benötigen – etwa beim Einstieg in eine Berufsausbildung. miro

Die Stiftung „Courage“ wurde 2018 an der Universitäts-Kinderklinik gegründet. Sie sichert langfristig Angebote wie Musiktherapie und Betreuung von Kindergarten- und Schulkindern, unterstützt aber auch in Einzelfällen individuell die kleinen Patienten und ihre Familien, erklärten Yvonne Becker und Claudia Paul bei der Gründung. Georg F. Hoffmann, Klinikdirektor und Vorstandsvorsitzender der Stiftung, beschreibt, dass immer mehr Kinder mit chronischen Erkrankungen nun dank der medizinischen Fortschritte ins Erwachsenenalter kommen und spezifische Unterstützung benötigen – etwa beim Einstieg in eine Berufsausbildung. Bis zur Gründung von „Courage“ seien die zusätzlichen, nicht von Krankenkassen übernommenen Angebote jeweils punktuell finanziert worden: „Die Musiktherapie etwa sicherte fünf Jahre lang eine Großspende. Das war jetzt ausgelaufen, aber dank ,Courage’ können wir das Angebot am Leben halten“, freute sich Hoffmann.

Bereits seit Stiftungsgründung engagiert sich Alexander Rosen, Direktor Profifußball der TSG Hoffenheim, als Botschafter für „Courage“: „Für mich ist es eine Herzensangelegenheit geworden, ’Courage’ zu unterstützen und dass sich die TSG diesem Engagement angeschlossen hat, freut mich wirklich sehr“, betont Rosen.

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EM-Teilnehmer „Baumi“ und TSG-Rekordkicker „Rudi“ haben sich kürzlich in Bad Herrenalb mit chronisch kranken Jugendlichen zum Kicken getroffen. In den Pausen blieb Zeit, sich auszutauschen. Dieses „Team-Gefühl“ soll bei weiteren Aktionen der TSG 1899 mit der Stiftung „Courage“ ausgebaut werden. „Ihr seid nicht allein“, lautet die Botschaft. Als zweifacher Vater kann Rudy die Sorgen der anderen Eltern sicher gut nachvollziehen.

Am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Heidelberger Universitätsklinikums werden rund 15 000 Kinder und Jugendliche mit chronischen Erkrankungen wie angeborenem Nierenversagen, Diabetes, Rheuma, angeborenen Stoffwechselstörungen, Herzfehlern oder Krebserkrankungen betreut. Die Erkrankung strahlt auf die gesamte Familie aus. Die Kinder, Jugendlichen, ihre Geschwister und die Eltern erleben, wie ihr gewohnter Familienalltag auf den Kopf gestellt wird. Lange Klinikaufenthalte, anstehende Operationen, Rückschläge und Hoffnungen prägen dann oft den Tagesablauf. „Die Spieler der TSG sind für die Kinder Vorbilder und Hoffnungsträger zugleich und vermitteln das, was sie am meisten brauchen: Freude, Zuversicht und Durchhaltevermögen“, beschreibt Petra Köllner-Kleinemeier, Vorstandsvorsitzende der Stiftung „Courage“.

Eine chronische Krankheit, weiß Psychologe Dirk Bethe, der die Jugendlichen bei dem Freundschaftsspiel betreute, sei „wie ein Marathonlauf“: „Man muss einen langen Atem haben.“ Gemeinsam ist auch die Hoffnung, dass am Ende alles gut ausgeht. Das ist die Kraft gebende Motivation – in der heißen Phase eines Fußballspiels genauso wie in einer schwierigen Krankheitsphase.

Redaktion Redakteurin Metropolregion/Heidelberg

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