Auftakt - Projekt hilft Start-ups rund um Künstliche Intelligenz „KI-Garage“ fördert Gründer

Von 
Waltraud Kirsch-Mayer
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Heidelberg. Eine Garage steht für eine Schutzörtlichkeit, bedeutet aber auch Werkstatt und ist stets mit einem Tor nach draußen ausgestattet– diesen vielfältigen Begriff hat die Stiftung Baden-Württemberg für ein Förderprojekt gewählt, das Start-ups rund um Künstliche Intelligenz finanziell wie ideell voranbringen will. Gestern gab die „KI -Garage“ den virtuellen Startschuss.

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Die Auftaktveranstaltung kam zwar aus dem Technologiepark Heidelberg – aber der zieht mit dem Karlsruher Institut für Technologie, außerdem mit den Universitäten Heidelberg und Mannheim an einem Strang. Wie es gelingen kann, Forscher und Unternehmer auch in ihrer häufig auseinanderklaffenden „Denke“ zusammenzubringen, darum ging es in den Vorträgen: Zugeschaltet waren sechs KI-Experten, die es geschafft haben, Visionen markttauglich umzusetzen.

„Auf ganz neuen Markt wagen“

Immer mehr Gründer setzen auf Künstliche Intelligenz. © dpa

Daniel Kondermann, Gründer der Heidelberger Quality Match GmbH, erläuterte, dass es besser ist, eine Idee erst reifen zu lassen, dann mit einer eigenen Firma voranzubringen – damit sie nicht vorzeitig in einem Unternehmen untergeht. Als Herausforderung bezeichnete Jörg Bernauer, Initiator des aus der Mannheimer Uni hervorgegangenen Start-ups „Priming Cloud“, die Schwierigkeit, an große wie hochwertige Datensätze zu kommen – „aber ohne die geht es nicht“. Sein Tipp: „Es ist einfacher, sich auf einen ganz neuen Markt zu wagen“, als sich einem Verdrängungswettbewerb auszusetzen.

Für viele Menschen sei Künstliche Intelligenz so etwas wie eine Blackbox, bedauerte Simone Aurel: Die Geschäftsführerin der ersten Linguistischen Unternehmensberatung möchte mehr Frauen für Technologien der Zukunft begeistern. Auch wenn die Vorschläge zur Förderung von KI-Projekten aus unterschiedlichen Perspektiven kamen, so gab es übereinstimmende Appelle: Finanzierungsmöglichkeiten für Gründerfirmen vereinfachen, Netzwerke knüpfen und Forschung für Anwender sichtbar machen – damit gute Ideen nicht in Schubladen verschwinden.

Freie Autorin