Pop - Rapper Afrob reißt das Publikum im Karlstorbahnhof mit „Ich habe Heidelberg viel zu verdanken“

Von 
Moritz Serif
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Er gilt als einer der einflussreichsten Rapper Deutschlands: Afrob (Bild). Bei seinem Auftritt im Heidelberger Karlstorbahnhof reißt der deutsche Musiker eritreischer Herkunft seine Zuhörer mit. Sein letztes Album „Mutterschiff“ erschien 2016. Früher bevorzugte der 41-Jährige klassische Rap-Auftritte allein mit einem DJ. Mittlerweile tourt er mit seiner Live-Band, den Tribes of Jizu, durch Deutschland.

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Ein warmer Herbstwind weht durch Heidelberg. Rockige Funk-Beats schallen durch den Raum. Auf den Leinwänden am Ende des Konzertsaals im Karlstorbahnhof spiegeln sich die Umrisse einer Diskokugel wieder. Urplötzlich kommt Afrob samt Band auf die Bühne. Er läuft locker reimend die Bühne entlang. Afrob reimt verdammt schnell, bleibt dennoch selbst während der Double-Time-Passagen, also solchen, die im doppelten Tempo gerappt werden, verständlich.

Tribes Of Jizu sorgen für die jazzige, bluesige Untermalung. „Heidelberg, wo sind die Hip-Hop-Fans heute?“, ruft er. Augenblicklich reißen seine Fans ihre Hände hoch. Zwischen den Titeln gibt es kaum Verschnaufpausen: Bleibt Afrob still, übernimmt die Band gekonnt. „Heidelberg, ich habe dir so viel zu verdanken“, huldigt er der Stadt.

Energiegeladen wie ein Tesla-Fahrzeug hüpft Afrob wild über die Bühne. Seine Fans kennen die Texte, tanzen und singen mit. Dafür gibt es vom Rapper Lob. Dann dreht sich alles um Sängerin Alex Prince. Als das Konzert nach knapp zwei Stunden vorbei ist, seufzen die Fans, die von der Hip-Hop-Legende nicht genug bekommen können. (Bild: dpa)