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Krawalle

Heidelberger Neckarwiese: Aufenthaltsverbot soll ab 21 Uhr gelten

Von 
Till Börner
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Am kommenden Wochenende soll ab 21 Uhr ein Aufenthaltsverbot auf der Neckarwiese gelten. © Rene Priebe

Heidelberg. Die Stadt Heidelberg verschärft die Ordnungsmaßnahmen für die Neckarwiese. Wie die Stadt am Dienstag bekannt gegeben hat, soll am kommenden Wochenende, 9. bis 11. Juli, das Aufenthaltsverbot auf der Neckarwiese um 21 Uhr beginnen und nicht wie zuletzt um Mitternacht. Eine entsprechende Allgemeinverfügung soll am Mittwoch oder Donnerstag erlassen werden. Auch soll das Alkoholkonsum- oder verkaufsverbot für den öffentlichen Raum verlängert werden.

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"Schlägereien und aggressive Situationen haben seit Pfingsten 2021 viele Wochenenden in Heidelberg negativ geprägt. Insbesondere die Neckarwiese und die Altstadt waren immer wieder Auflaufplätze für Menschen, die größtenteils aus einem weiten Umkreis in die Stadt kamen und gezielt Streit und Konflikt mit Polizeikräften, aber auch mit völlig unbeteiligten suchten", heißt es in der Mitteilung. Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden bestehe eine ernste Gefahrenlage - trotz zahlreicher bereits vorgenommer Ordnungsmaßnamen. "Heidelberg droht zum Treffpunkt einer überregionalen Krawallszene zu werden", so die Stadt.

"Viele bekommen Angst"

Am Pfingstwochenende ist es auf der Neckarwiese zu größeren Ausschreitungen gekommen, bei denen Polizisten verletzt und zahlreiche Sachbeschädigungen begangen wurden. Seitdem hat die Stadt Heidelberg verschiedene Ordnungsmaßnahmen erlassen, die Wiese musste mehrmals von der Polizei geräumt werden.

"Das sind Entscheidungen, die wir äußest ungern treffen. Einschränkungen und Verbote passen eigentlich nicht zu einer lebensfrohen und offenen Stadt wie Heidelberg. Es tut mir besonders leid für die vielen jungen Menschen in und um Heidelberg, die sich immer völlig korrekt verhalten haben", teilt Oberbürgermeister Eckart Würzner mit, der ein klares Handeln befürwortet: "Letztlich leiden wir alle unter diesem Krawalltourismus, den wir in den vergangenen Wochen erleben mussten. Es gab Übergriffe auf Unbeteiligte, viele bekommen es mit der Angst zu tun und meiden bereits Neckarwiese und Altstadt – und genau das darf nicht passieren. Deshalb müssen wir jetzt gemeinsam mit der Polizei entschieden vorgehen."

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Nachtbürgermeister eingebunden

Laut dem Oberbürgermeister werde in den sozialen Netzwerken bereits bundesweit mobilisiert, weshalb die Gefahrenlage eindeutig sei und das zuständige Polizeipräsidium Mannheim längst spezialisierte Ermittler einsetze. "Wir werden klare Zeichen setzen: Krawallmacher und Randalierer bekommen keinen Meter Raum", so Würzner.

Neben den ordnungspolitischen Maßnahmen und der engen Kooperation mit der Polizei strebt die Stadt kurzfristig weitere Kooperationen an. Mit den Gastwirten der Kernaltstadt wird Oberbürgermeister Prof. Würzner noch in der laufenden Woche ein Gespräch führen. Die Nachtbürgermeister Jimmy Kneipp und Daniel Adler sind ebenfalls eingebunden.

 

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