Erdgasleitung

Heidelberg sieht Gasleitungs-Pläne kritisch

Von 
Michaela Roßner
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Heidelberg. Die Heidelberger Stadtspitze hat „große Vorbehalte“ gegen den Bau der „Süddeutschen Erdgasleitung“ durch Heidelberg. „Die Stadt Heidelberg ist Vorreiter beim Klimaschutz“, betont Oberbürgermeister Eckart Würzner bei einem Pressegespräch am Montag im Rathaus. Regenerative Energiequellen würden bei der Stadtplanung eindeutig favorisiert. Die Kommune hat sich das Ziel gegeben, bis spätestens 2050 klimaneutral zu sein. Ein Klimaschutz-Aktionsplan mit ersten 30 konkreten Vorschlägen soll dieses Ziel erreichbar machen. Erdgas hingegen als fossiler Energieträger sei hingegen kein Zukunftsmodell.

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Die vom Unternehmen „Terranets BW GmbH“ geplante Trasse würde zudem durch hochsensible Landschaftsbereiche im Heidelberger Süden führen. Der Bau dürfe keinen Eingriff in diese Kulturlandschaft aus kleinen Parzellen und altem Rebenbestand bedeuten.

Das Unternehmen habe angekündigt, im zweiten Halbjahr dieses Jahres eine Öffentlichkeitsbeteiligung und das Einleiten eines Planfeststellungsverfahrens zu planen. „Die Stadt wird sich in diesem Prozess intensiv einschalten“, heißt es aus dem Rathaus weiter.

Schon vor 15 Jahren sollte zwischen Rohrbach und Leimen eine Gasleitung verlegt werden. Nach heftigen Protesten von Bürgern, die die damalige OB Beate Weber und der frühere Umweltdezernent Eckart Würzner unterstützten, wurde davon abgelassen. Bei den jüngsten, vom Stadtteilverein Rohrbach initiierten Protesten im Zusammenhang mit Straßenbahn-Abstellflächen waren die neuen Pipeline-Pläne bereits heftig kritisiert worden.

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Redaktion Redakteurin Redaktion Metropolregion/Heidelberg