Freizeit: Gesprächskreis erarbeitet neues Konzept für die Neckarwiese / Gemeinderat muss noch zustimmen Grillverbot erst mal vom Tisch

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Simone Jakob

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Sommer, Sonne und Grillspaß auf der Neckarwiese - zugegeben momentan ist das noch kein Thema, aber ein neues Konzept für die Saison 2009 gibt es schon. Da in den vergangenen Jahren immer wieder Partys, Grill-Gelage und Mengen von Müll für hitzige Diskussionen zwischen Anwohnern, Stadt, Polizei, dem Stadtteilverein Neuenheim und den Mitgliedern des Jugendgemeinderats sorgten und sogar ein generelles Grillverbot erwogen wurde, hat die Stadt einen "runden Tisch" mit allen Beteiligten eingerichtet. Die Ergebnisse aus sechs Sitzungen zwischen September und Februar wurden am Dienstag im Bezirksbeirat Neuenheim und gestern Abend im Jugendgemeinderat vorgestellt.

Schilder entschärfen Situation

Fast alle sind sich darüber einig, dass man das Grillen auch in Zukunft zwischen Theodor-Heuss- und Ernst-Walz-Brücke erlauben soll. So stimmten die Interessengruppen - mit Ausnahme der Anwohner - der Probezeit-Verlängerung für die im Frühjahr 2008 neu markierten Grillzonen zu. Die beiden ausgewiesenen Brutzel-Bereiche - die von den Wurstbratern erst nicht recht angenommen wurden - seien vom Landschafts- und Forstamt mit einer gut sichtbaren Umrandung aus Pflastersteinen und neuen Hinweisschildern versehen worden. Nach Angaben des kommunalen Ordnungsdienstes hat sich die Grillproblematik nach dieser Maßnahme merklich entschärft: Gab es zu Beginn der Kontrollen im August 2007 noch 89 Verstöße in einem Monat, waren es im gesamten Sommer 2008 nur 98 Verstöße. Diesen Weg will der runde Tisch jetzt weitergehen. Gleichzeitig soll der Ordnungsdienst den Brutzlern aber noch intensiver auf die Finger schauen.

Einstimmig angenommen wurde das neue Beleuchtungskonzept auf dem Neckarvorland, das unter anderem die vier großen Pappeln zwischen DLRG-Haus und Theodor-Heuss-Brücke mit Bodeneinbaustrahlern ins rechte Licht rücken will und nebenbei dunkle Gestalten vertreiben soll. Zum Thema Parken rund um den Freizeittreff Neckarwiese hat der Gesprächskreis keine neuen Ideen, so soll der Status quo mit dem klar geregelten Anwohnerparken beibehalten, aber künftig strenger kontrolliert werden.

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Da Stadtteilverein und Anwohner dafür plädierten, die Zahl der öffentlichen Veranstaltungen auf dem Neckarvorland zu reduzieren, schlägt die Arbeitsgruppe vor, sich auf die traditionellen Events der vergangenen Jahre zu beschränken und zusätzliche Feste nur zuzulassen, wenn eines der etablierten Ereignisse wegfällt. Zudem fordert der Gesprächskreis, die Öffnungszeiten des Kiosks bei der DLRG bis 24 Uhr auszudehnen und das Beachvolleyballfeld als feste Einrichtung beizubehalten.

Jetzt muss der Gemeinderat entscheiden, ob die vom runden Tisch ausgearbeitete Beschlussvorlage auch so umgesetzt werden soll und Brutzelfans sich im Sommer wieder zu fröhlichen Grillabenden auf der Neckarwiese verabreden können.