Ernährung - Stadt Heidelberg unterzeichnet Absichtserklärung zur Unterstützung eines Projektes gegen das Wegwerfen von Essen

Gegen Lebensmittelverschwendung

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Heidelbergs OB Eckart Würzner und Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch halten die Absichtserklärung gegen Lebensmittelverschwendung in der Hand. © Philipp Rothe

Heidelberg. Millionen Tonnen an Lebensmitteln landen jährlich weltweit im Müll – gegen diese Verschwendung möchte sich die Stadt Heidelberg in Zukunft noch stärker einsetzen. Daher haben Oberbürgermeister Eckart Würzner und Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch eine Absichtserklärung der Stadt zur Unterstützung des Projektes „Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung“ unterzeichnet, das vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg initiiert wurde.

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Das Ministerium und die an der Initiative beteiligten Kommunen setzen sich für mehr Wertschätzung von Lebensmitteln ein. Gleichzeitig soll das Projekt auch in bestehende Partnerschaften mit französischen Städten einfließen und dabei helfen, die Freundschaften weiterzuentwickeln und lebendig zu halten.

„Jährlich landen weltweit schätzungsweise 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel auf dem Müll – eine unvorstellbare Menge. Zugleich leiden laut Welthungerhilfe rund 690 Millionen Menschen unter Hunger. Das muss für uns alle Ansporn sein, sorgsamer mit Lebensmitteln umzugehen und über neue, kreative Wege nachzudenken, wie wir dieser massiven Lebensmittelverschwendung in Zukunft noch stärker entgegenwirken können“, betonte Würzner. Deutsch-französische Projekte würden hier einen interessanten Ansatz mit wertvollen Impulsen für beide Seiten bieten. „Wir freuen uns, mit Montpellier zur Feier des 60. Jubiläums unserer Freundschaft im Herbst nach gemeinsamen Lösungen und Projekten zu suchen. In unserer Partnerstadt besteht ein großes Interesse an einem Austausch zu dem Thema“, fügte Heidelbergs Oberbürgermeister hinzu.

Die unterzeichnenden Kommunen bei dem Projekt, das Deutsch-Französische Institut Ludwigsburg und das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, setzen sich dafür ein, bestehende Maßnahmen und Initiativen zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung zu stärken, diese miteinander zu vernetzen und ihre Wahrnehmung in der kommunalen Öffentlichkeit zu erhöhen.

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Von Partnerstädten lernen

Zudem soll die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet im Rahmen der deutsch-französischen Freundschaft gestärkt werden. So wird für das Thema Lebensmittelverschwendung sensibilisiert und es soll von den Erfahrungen und Ansätzen der Partnerstädte gelernt werden.

Das Projekt ist im Oktober 2020 mit den Pilotkommunen Ludwigsburg, Karlsruhe, Nagold und Talheim gestartet. Inzwischen sind weitere dazugekommen. 

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