AdUnit Billboard
Finanzen - Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz schreibt Entwicklungsprogramm zugunsten von Dörfern und Kommunen aus

Förderung für Gasthäuser, Praxen und Handwerker

Von 
her
Lesedauer: 

Rhein-Neckar. Apotheken, Handwerksbetriebe, Metzger, Bäcker oder das Gasthaus – all das gehört zu einem lebendigen Dorf dazu. Immer öfter jedoch bricht diese Grundversorgung der Bevölkerung in ländlichen Gebieten ein: Hausärzte werden teils händeringend gesucht, Familienbetriebe schließen ihre Pforten, Supermärkte werden aufgrund mangelnder Rentabilität geschlossen. Um dem entgegenzusteuern, fördert das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Dörfer und Gemeinden im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR). Die Ausschreibung für 2022 ist nun gestartet, wie der Rhein-Neckar-Kreis am Dienstag mitteilte.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1
Auf dem Land fehlt es an Ärzten – auch Praxen werden daher gefördert. © dpa

Gefördert werden dabei Projekte, die „lebendige Ortskerne erhalten, zeitgemäßes Wohnen und Arbeiten ermöglichen, eine wohnortnahe Versorgung mit Waren und Dienstleistungen sichern sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen“, heißt es in der Mitteilung. Ziel des Jahresprogramms 2022 sei es, Impulse zur innerörtlichen Entwicklung und Aktivierung der Ortskerne zu setzen. „Projektträger und Zuwendungsempfangende können neben den Kommunen beispielsweise auch Vereine, Unternehmen und Privatpersonen sein“, so der Kreis.

Der Fokus der Förderung liegt auf verschiedenen Schwerpunkten. Einer davon ist die Sicherung der Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs im Ort. Gefördert werden unter anderem Dorfgasthäuser, Dorfläden, Metzgereien, Bäckereien und Handwerksbetriebe. Aber auch Arztpraxen, Apotheken und andere Dienstleistungen im Gesundheitsbereich gehören dazu. Beim Schwerpunkt Wohnen sollen die Ortskerne erhalten und gestärkt werden – insbesondere durch die Umnutzung vorhandener Bausubstanz.

Der Rhein-Neckar-Kreis weist daraufhin, dass Anträge auf Aufnahme in das Förderprogramm nur von den Städten und Gemeinden gestellt werden können. Das Ministerium entscheidet im Frühjahr 2022 über die Aufnahme in das ELR. Daher sei es notwendig, dass Interessierte sich zeitnah mit ihrer Kommune in Verbindung setzen, heißt es vom Kreis.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Die Anträge müssen bis zum 30. September 2021 sowohl beim Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, Stabsstelle Wirtschaftsförderung als auch beim Regierungspräsidium Karlsruhe, Referat 32-Strukturförderung, vorliegen. 

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1