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Konzept der Polizei geht auf

Entspannung auf der Heidelberger Neckarwiese - aber Andrang in der Altstadt

Von 
Kai Plösser
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Wie schon zuvor war am Freitag wieder eine Reiterstaffel auf der Heidelbeger Neckarwiese im Einsatz. (Archivbild) © Philipp Rothe

Heidelberg. Auf der Neckarwiese in Heidelberg kehrt nach den Ausschreitungen an Pfingsten weiter Ruhe ein. In der Altstadt dagegen registrierte die Polizei am Freitagabend einen großen Zulauf an jungen Menschen, teilte die Behörde am Samstag mit. Im Rahmen eines Großeinsatzes kontrollieren die Beamten noch bis Montagmorgen das Aufenthaltsverbot an der Neckarwiese und beliebte Treffpunkte in der Stadt. Ein besonderes Auge wurde dabei nicht nur auf das Neckarvorland und die Altstadt geworfen, sondern auch auf den Bismarckplatz und den Philosophenweg. Hier blieb es jeweils ruhig.

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Das gilt ebenso für die Neckarwiese, wo die Polizei auch mit Pferden im Einsatz war. Den größten Zulauf hatte das Neckarvorland am frühen Abend gegen 19 Uhr zu verzeichnen. Rund 350 Personen sollen sich bei entspannter Stimmung dort aufgehalten haben. Kleingruppen von Jugendlichen und Heranwachsenden, die sich am Rande der Neckarwiese zusammenfanden, wurden in Form einer sogenannten "Gefährderansprache" über polizeiliche Maßnahmen informiert. Schon deutlich vor 22 Uhr begann sich die Neckarwiese zu leeren, was bereits kurz vor 22 Uhr komplett der Fall war.

Zeitgleich schloss die Heidelberger Gastronomie um 22 Uhr die Lokale. Viele Menschen sollen die Altstadt daraufhin ohne Zwischenfälle verlassen haben. Gleichzeitig stellten die Beamten zu diesem Zeitpunkt jedoch eine große Anzahl an jungen Menschen fest, die sich in der Altstadt niederließen. Die Polizei beobachtete dabei, dass viele ihre alkoholischen Getränke mitbrachten, sich an den Sitzmöglichkeiten in der Fußgängerzone zusammenfanden und sich an Schnellimbissen versorgten.

Kiosk muss schließen

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Besonders zu tun hatte dabei ein Kioskbesitzer, bei dem alkoholische Getränke hoch im Kurs standen. Gegen 23 Uhr hatte sich so eine lange Kundenschlange von etwa 50 wartenden Personen außerhalb des Geschäfts gebildet. In der Umgebung des Kiosks hielten sich etwa hundert weitere Menschen auf. Die Einhaltung der Corona-Maßnahmen war dadurch nicht mehr gegeben und ein geregelter Ablauf somit nicht mehr möglich. Der Betrieb wurde durch Beamte des Kommunalen Ordnungsdienstes schließlich gegen 23 Uhr untersagt. Die laut Polizei zum Teil erheblich alkoholisierten Personen wurden zum Gehen aufgefordert. Dies verlief ohne besondere Vorkommnisse.

Die Bilanz der Polizei in Zahlen

Kontrollierte Fahrzeuge: 51, davon 35 Poser, 4 Ordnungswidrigkeiten (unnötiger Lärm) und 1 Erlöschen der Betriebserlaubnis

Kontrollierte Personen: 180

Straftaten: 3, davon Widerstände: 2 und Körperverletzungen: 1

Platzverweise: 60

Das gegenteil war bei einer lautstarken Auseinandersetzung innerhalb einer Personengruppe der Fall, die sich am Heumarkt ereignete. Im Zuge des Polizeieinsatzes, bei dem Platzverweise erteilt wurden, soll sich ein 26-jähriger Leimener gegen zwei Beamte zur Wehr gesetzt haben. Der alkoholisierte Mann wurde festgenommen. Auf dem Revier wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Die Nacht über blieb er zur Ausnüchterung in Polizeigewahrsam.

Ein weiterer Vorfall ereignete sich um kurz nach 1 Uhr in der Fußgängerzone, als ein 30-jähriger Mosbacher kontrolliert wurde. Er setzte sich gegenüber einer Beamtin zur Wehr und biss ihr in den Finger. Sie wurde leicht verletzt. Der Mann landete ebenfalls in Polizeigewahrsam.

Ermittlungsgruppe „Poser“ im Einsatz

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Zudem war auch die Ermittlungsgruppe „Poser“ im Einsatz. Sie führte bis nach Mitternacht beidseitige Durchfahrtskontrollen ab der Posseltstraße und der Neuenheimer Landstraße und später rund um den Bismarckplatz weitere Verkehrskontrollen durch. Insgesamt mehr als 50 Fahrzeuge wurden kontrolliert. 35 Fahrzeuge davon wurden der Poser-Szene zugeordnet. Darüber hinaus wurden 40 Personen kontrolliert. Vier Autofahrer sollen nun wegen unnötigen Lärms angezeigt werden. Zudem wurde ein technisch verändertes Auto beanstandet.

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