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Kommentar

Bitterer Beigeschmack

Michaela Roßner zum Bau des Königstuhl-Hotels

Von 
Michaela Roßner
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Die Baugeschichte des neuen Königstuhl-Hotels ist ein Lehrstück dafür, wie man es als Stadt nicht machen sollte. Erst nachdem die Zimmer eingerichtet und damit Fakten geschaffen sind, kommt heraus, was vorher gemunkelt wird: Die Baugenehmigung hätte so nicht erteilt werden dürfen.

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Natürlich wäre es eine dem Steuerzahler und dem Investor nicht zu vermittelnde Geldverschwendung, wenn der hochwertige Neubau nun wieder abgerissen werden müsste. Aber einer Fehlentscheidung nach und nach weitere hinzuzufügen, macht die Sache nicht besser, sondern schlechter.

Das Projekt war „politisch gewollt“, heißt es nun. Und dass man sich bewusst gewesen sei, in einer Grauzone zu agieren.

Die Stadtspitze um Baubürgermeister Jürgen Odszuck ist am Dienstag in die Offensive gegangen und hat das Thema in eine öffentliche Ausschusssitzung gebracht. Das war sicher ein unangenehmer und vielleicht nicht vorgeschriebener Weg. Dringend nötig war es in jedem Fall – und ein bitterer Nachgeschmack bleibt. Zumal niemand mehr zur Verantwortung gezogen werden kann: Die damaligen Entscheider sind nicht mehr im Bauamt und wohl auch nicht mehr im Rathaus.

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Als einzige Konsequenz bleibt, dass die Stadt in Zukunft Bauprojekte im Außenbereich „bis auf Weiteres“ nur nach Rücksprache mit dem Regierungspräsidium genehmigen darf. Aha. Dabei ist diese Behörde offensichtlich schon ihrer Kontrollfunktion beim Königsstuhl-Hotel nicht nachgekommen.

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Redaktion Redakteurin Redaktion Metropolregion/Heidelberg