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18-Jähriger in Untersuchungshaft

Ausschreitungen auf Heidelberger Neckarwiese: Polizei identifiziert erste Verdächtige

Von 
Kai Plösser
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Die Polizei im Einsatz auf der Heidelberger Neckarwiese. © René Priebe

Heidelberg. Die Polizei hat nach den Ausschreitungen am Pfingstwochenende auf der Heidelberger Neckarwiese und im Stadtteil Neuenheim die ersten Tatverdächtigen identifiziert. Nach Angaben der Behörde und der Staatsanwaltschaft Heidelberg vom Dienstag befindet sich im Zuge dessen ein 18-Jähriger in Untersuchungshaft. Bei ihm und zwei weiteren Jugendlichen im Alter von 17 Jahren waren zuvor Durchsuchungsbeschlüsse durchgesetzt worden. Die Beamten stellten bei den Durchsuchungen im Landkreis Karlsruhe sowie in Mannheim Tatkleidung und Mobiltelefone der Beschuldigten sicher, die nun von der Zentralen Kriminaltechnik der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg ausgewertet werden. Videoaufzeichnungen, die entweder in sozialen Medien öffentlich zugänglich waren oder die von Zeugen den Beamten der Ermittlungsgruppe "Neckarwiese" zur Verfügung gestellt worden waren, führten zur namentlichen Identifizierung der Jugendlichen.

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„Die drei Beschuldigten stehen im Verdacht, in der Tatnacht als Teil einer randalierenden Menschenmenge einen Zeltpavillon für Corona-Schnelltests erheblich beschädigt zu haben“, teilte ein Polizeisprecher mit. So stehe der 18-Jährige im dringenden Verdacht, mit einem Holzpfahl und einem E-Scooter auf das Zelt eingeschlagen sowie mit einer Flasche auf einen vorbeifahrenden Streifenwagen geworfen zu haben.

Einer der beiden 17-Jährigen soll den Pavillon mit einem Holzpfahl demoliert haben, hieß es weiter. Der andere 17-Jährige soll mit dem Fuß gegen den Pavillon getreten und mehrfach mit den Fäusten gegen die Jalousie geschlagen haben.

Der 18-Jährige wurde am Dienstagnachmittag der Haftrichterin vorgeführt. Diese erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg Haftbefehl wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs in einem besonders schweren Fall in Tateinheit mit Sachbeschädigung. Anschließend wurde der Beschuldigte in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

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Verlagerung der Geschehnisse in die Altstadt 

Von Mittwoch bis Montag gilt auf der Neckarwiese wieder ein Aufenthaltsverbot zwischen 22 Uhr und 6 Uhr des Folgetages. Wie die Stadt berichtete, blieb es am ersten Wochenende, an dem die Maßnahme durchgesetzt wurde, weitestgehend ruhig. Allerdings sei es dafür in der Altstadt wiederholt zu größeren Ansammlungen alkoholisierter und aggressiver Gruppen sowie zu Körperverletzungsdelikten und Sachbeschädigungen gekommen."Stadt und Polizei werden daher auch in den kommenden Tagen mit vielen Kräften im Einsatz sein, um das nächtliche Aufenthaltsverbot auf der Neckarwiese durchzusetzen und gegen Störer und Randalierer im Altstadtbereich vorzugehen", kündigte die Verwaltung an.

Die Ermittlungen zu den Ausschreitungen auf der Neckarwiese werden seitens der Polizei fortgesetzt.

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