Heddesheim - Kandidaten zur Kirchen-Gemeinderatswahl stellen sich vor Zwölf Bewerber, zwölf Plätze

Von 
Gerlinde Gregor
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Diese zwölf Bewerber wollen sich als evangelische Kirchengemeinderäte in Heddesheim engagieren. © gregor

Am ersten Adventssonntag sind die evangelischen Christen in Baden aufgerufen, nach sechs Jahren Amtszeit einen neuen Kirchengemeinderat zu wählen. Welche Gewichtung diesen Räten in Heddesheim zukommt und welche Wertschätzung sie genießen, sieht man schon daran, dass nicht acht – wie bei der Größe der Kirchengemeinde vorgesehen –, sondern zwölf Vertreter ins Gremium gewählt werden sollen.

So läuft die Wahl

Die Wahl erfolgt als Briefwahl.

Zu vergeben sind in Heddesheim maximal zwölf Stimmen.

Die Wahlbriefe können in den beiden Wochen vor dem Ersten Advent in den Bäckereien Krämer und Zorn, im Pfarrhaus und in den evangelischen Kitas abgegeben werden.

Die letzte Chance zur Wahl ist am Sonntag, 1. Dezember, nach dem Gottesdienst. Im Anschluss werden die Wahlbriefe ausgezählt.

Die Ergebnisse werden ab 18 Uhr in einer Wahlparty im Gemeindehaus bekannt gegeben. greg

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Genau so viele Frauen und Männer haben sich auch tatsächlich für eine Kandidatur entschieden. In der jüngsten Gemeindeversammlung stellten sie sich den Fragen der Gläubigen. Pfarrer Dierk Rafflewski dankte den Bewerbern und würdigte ihre Kandidatur. Außerdem erläuterte er das Procedere der Wahl. „Jede Stimme ist wichtig“, hob Rafflewski hervor.

Seit 18 Jahren bringt sich Landwirtschaftsmeister Rainer Hege (59) als Kirchenältester in der evangelischen Gemeinde ein. Er würde gerne seine Arbeit im Sinne der Kirche und der Gemeinde weiterführen. Eine neue Kandidatin ist Ulrike Bach (38). Die Ergotherapeutin, die auf einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb lebt, ist derzeit in Mutterschutz und will die vielfältigen Aktivitäten in der Gemeinde unterstützen. Für ein „tolerantes und zukunftsbejahendes Miteinander“ steht die Diplom Kauffrau Anica Elvermann (47), wie sie erklärt.

Zum wiederholten Mal stellt sich Produktmanagerin Andrea Jäger (53) zur Wiederwahl. Sie möchte sich für eine einladende und gastfreundliche Gemeinde engagieren. Dem 53-jährigen Lehrer Thomas Joachim liegt die Ökumene sehr am Herzen. Seit 2007 gehört die Chemotechnikerin Elisabeth Schall (67) dem Kirchengemeinderat an. Ihre Schwerpunkte liegen in der Frauenarbeit und in der Förderung der Kirchenmusik. Ebenfalls für die Frauenarbeit und für Gottesdienste zum Frauensonntag und zum Weltsgebetstag will sich Diplom-Mathematikerin Renate Heuck (64) einsetzen. Sie ist seit sechs Jahren Mitglied in der Landessynode und seit 18 Jahren als Bezirkskirchenrätin tätig. Die Internistin Gabriele Nendel (57) will den Glauben im täglichen Leben greifbar machen und zu einem aktiven Kirchenleben beitragen. Mehr Verantwortung für die Gestaltung eines zukunftsorientierten Gemeindelebens möchte der Jurist Lars Schmidt-Haueis (46) übernehmen. Seit 2007 gehört die Landschaftsplanerin Britta John (56) dem Kirchengemeinderat an. Am Herzen liegen ihr die Kindergärten und ein harmonisches Miteinander.

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Sechs Jahre ist die 57-jährige Marion Wiedemuth nun Kirchenälteste, bringt sich im Liturgie- und im Kindergartenausschuss ein und gestaltet den Weltgebetstag wie auch den ökumenischen Schöpfungsgottesdienst mit. Ebenso zur Wiederwahl stellt sich Dirk Kollmar (52). Im Hauptberuf Serviceleiter, engagiert er sich als Redakteur für das Gemeindeblatt „Scharnier“ sowie in Bau- und Technikfragen oder Strukturthemen.

Nach drei Jahren ist die Amtszeit der kommissarischen Vorsitzenden der Gemeindeversammlung, Rosemarie Röth, abgelaufen. Dieses Amt steht in der nächsten Gemeindeversammlung zur Wahl.

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