Gemeinderat tagt am kommenden Donnerstag im Großen Saal / Neues Kiosk-Gebäude für Minigolf am Badesee Sport-Kindergarten: Räte sollen Standort festlegen

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Anja Görlitz
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Die Tartanplätze im Sportzentrum gelten als möglicher Standort für einen neuen Kindergarten. Dieses Foto entstand vor den aktuellen Corona-Regeln. © Dieter Kolb

Heddesheim. An welchem Platz im Sportzentrum soll der neue Heddesheimer Kindergarten gebaut werden? Darüber kann der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag, 21. Januar, entscheiden. Basis dafür ist eine Machbarkeitsstudie, deren Ergebnis in der Sitzung vorgestellt wird, wie die Verwaltung schreibt. Das Gremium tagt ab 17 Uhr im Großen Saal des Bürgerhauses.

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Den Grundsatzbeschluss über den Neubau in Holzbauweise hatte der Gemeinderat im November 2020 gefasst. Vorgesehen ist eine Einrichtung mit Platz für bis zu fünf Gruppen. Damit soll zum einen der Bedarf an neuen Kindergartenplätzen durch Einwohnerwachstum gedeckt werden. Zum anderen geht es um den mittelfristigen Ersatz der 46 Plätze im Kindergarten „Die Schäfchen“, dessen altes Gebäude in der Beindstraße heutigen räumlichen Anforderungen nicht mehr gerecht werde.

Mangels geeigneter Flächen im Ort soll die neue Einrichtung im Sportzentrum entstehen. Ziel ist, die räumliche Nähe zu den Sport- und Freizeitanlagen insofern zu nutzen, als der Kindergarten auch thematisch den Schwerpunkt „Sport“ bekommen soll. Noch nicht abschließend entschieden wurde im November über die Standortfrage. Angedacht – und Favorit der Verwaltung – ist das Areal zwischen TG und ATB, wo die beiden Sportplätze kaum noch genutzt würden. Die Fraktionen begrüßten die grundsätzlichen Überlegungen, wollten aber auch alternative Standorte im Sportgebiet geprüft wissen. Dazu sollte die Verwaltung eine Machbarkeitsstudie einholen, die auch Aussagen über die Kosten macht.

Studie wird in Sitzung erläutert

Erstellt wurde sie in der Zwischenzeit von dem Büro wer.kum Architekten aus Darmstadt. Wie die Verwaltung schreibt, sei dieses auf den Werkstoff Holz spezialisiert und habe schon etliche Kitas gebaut. Das Rathaus schlägt vor, das Büro in der kommenden Sitzung auch mit den weiteren Planungsleistungen zu beauftragen. Vertreter von werk.um werden die Ergebnisse ihrer Studie im Gemeinderat erläutern.

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Bei einem weiteren Tagesordnungspunkt bleiben die Räte räumlich im Sportgebiet und thematisch bei Neubauten. Preislich ist der vorgeschlagene Ersatz für das alte, 20 Quadratmeter große Kioskgebäude an der Minigolfanlage freilich nicht mit dem Kindergarten zu vergleichen. Die Verwaltung schätzt die Gesamtkosten auf rund 100 000 Euro. Damit der Neubau möglichst im Mai/Juni in Betrieb gehen kann, soll er in Modulbauweise errichtet werden. Die Container-artigen Bauteile werden im Werk mit allen Anschlüssen vorgefertigt und vor Ort nur noch zusammengesetzt. Auf der Baustelle sind lediglich die Fundamente beziehungsweise eine Bodenplatte vorzubereiten. Die Verwaltung hat bereits beim Mannheimer Unternehmen Losberger de Boer ein Angebot über 55 000 Euro für die fertigen Module eingeholt. Das neue Kioskgebäude soll 35 Quadratmeter groß sein und sowohl Richtung Badeseegelände als auch zur Minigolfanlage geöffnet werden können. Für die schönere Optik soll es eine Holzverschalung erhalten.

Einen Haken können die Räte zudem an zwei Bebauungsplan-Änderungen machen. Zum einen geht es um den zweiten Bauabschnitt von Mitten im Feld. Dort war die Änderung bekanntlich notwendig geworden, weil in dem Nahversorgungszentrum auch ein Getränkemarkt unterkommen soll. Überarbeitet wurde auch der Bebauungsplan „Verlängerte Kirchbaumstraße“, damit an der Ecke Mannheimer Straße, wo derzeit ein Kfz-Betrieb ansässig ist, Wohnhäuser entstehen können.

Redaktion Redakteurin Neckar-Bergstraße