Handball - In der Region bekannter Coach übernimmt SGH-Frauen Otterstädter heuert in Heddesheim an

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Ein Trainer mit Erfahrung: Marcus Otterstädter ist der neue Coach bei Handball-Frauen-Badenligist SG Heddesheim. © Nix

Heddesheim. Die SG Heddesheim ist auf der Suche nach einem Nachfolger für Trainer Torsten Edinger, der beruflich bedingt sein Engagement beendet hat, fündig geworden: Mit Marcus Otterstädter wird ein in der Region bekannter Coach das Amt des Frauenhandball-Badenligisten übernehmen.

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Bis 2018 trainierte Otterstädter den TV Schriesheim, führte die Bergsträßerinnen damals in die Badenliga. Anschließend zog es ihn für zwei Jahre zurück in seine pfälzische Heimat. Der in Ruchheim wohnende C-Lizenz-Inhaber übernahm die Oberliga-Handballerinnen der TG Osthofen. „Es war aber schon vor einigen Monaten klar, dass ich dort nicht weitermache und als die Anfrage aus Heddesheim kam, wurden wir uns recht schnell einig“, sagt der 44-jährige Familienvater, dessen Kinder neun und sechs Jahre alt sind.

Ein Treffen oder gar ein Training zwischen dem neuen Coach und der Mannschaft hat es aufgrund der Corona-Krise allerdings noch nicht gegeben. „Aber ganz unbekannt ist mir das Team nicht. Ich habe in dieser Runde mir schon ein Spiel angeschaut und einige Spielerinnen kenne ich auch noch aus meiner Schriesheimer Zeit“, so Otterstädter. Seit 14 Jahren arbeitet er inzwischen als Coach, ein Kreuzbandriss beendete seinerzeit seine Spielerkarriere. „Aber ganz aufhören mit dem Handball konnte ich nicht und daher kam ich dann zu meinen ersten Trainerjobs“, erinnert er sich.

Dass aufgrund des Aussetzen des Spielbetriebs die SG Heddesheim ebenso wie viele andere Mannschaften derzeit in der Luft hängen, ist für Otterstädter zwar ärgerlich, „aber in Anbetracht der aktuellen Lage unausweichlich“. Zwischen ihm und der Sportlichen Leiterin der SGH, Heike Hammersdorfer, werden zwar einige Dinge telefonisch abgesprochen, „aber an die Erstellung eines echten Vorbereitungsplans mit Testspielen und allem was dazugehört, ist nicht zu denken“, erklärt der Trainer. Auch Hammersdorfer sieht noch viele Fragezeichen: „Der Kader steht noch nicht zu 100 Prozent. Es sind schon viele Gespräche geführt worden, aber aktuell ist alles ins Stocken gekommen.“

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Bislang sieht Otterstädter die Situation noch nicht als problematisch an: „Eigentlich würde jetzt noch die Runde laufen. Ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass sie noch einmal aufgenommen und zu Ende gespielt wird“, sagt der Coach. Geplant war, dass der neue Trainer in der ersten Juni-Hälfte mit dem Team in die Vorbereitung startet. Aber angesichts der Gesamtumstände steht auch für ihn die Gesundheit aller Beteiligten an erster Stelle. „Wenn die Saison ohne richtige Vorbereitung starten würde, wäre das auch irgendwie machbar und für alle Mannschaften eine ähnliche Voraussetzung“, so Otterstädter, der dann aber nachschiebt: „Wenn das Gros der Spielerinnen beisammen bleibt und nur ich als neuer Trainer hinzukomme, wäre das machbar. Wenn das Team ein völlig neues Gesicht erhalten würde, dann wäre das sicherlich nicht ganz so einfach“, kann sich der neue Trainer durchaus vorstellen, dass sich in personeller Hinsicht bei den Badenliga-Handballerinnen noch etwas tut.