Heddesheim - Kreuzung Mannheimer-/Ladenburger Straße bis zum Frühjahr abschnittsweise gesperrt / Neue Ampelanlage mit viertem Überweg entsteht Nach Kerwe kommt die nächste Baustelle

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Anja Görlitz
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Blick vom Gerüst am Ärztehaus: Ab 28. Oktober wird die wichtige Kreuzung in Heddesheim für ein halbes Jahr zur Baustelle. © Görlitz

Nach der Baustelle ist vor der Baustelle: Die Arbeiten in der Heddesheimer Oberdorfstraße werden gerade erst wenige Tage abgeschlossen sein, da steht den Verkehrsteilnehmern im Ortskern von Heddesheim die nächste Sperrung ins Haus. Am Montag, 28. Oktober, beginnt der Umbau der Kreuzung Schaafeck-/Werder-/Ladenburger-/Mannheimer Straße. Etwa ein halbes Jahr lang sind dann einzelne Abschnitte rund herum nicht befahrbar.

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„Wir bündeln in dieser Baustelle mehrere verschiedene Maßnahmen“, erklärt Jürgen Beck, der Leiter des Heddesheimer Bauamts, im Gespräch mit dem „MM“. Einige davon hängen mit dem Neubau des Ärztehauses zusammen, andere waren schon länger geplant. Im Ergebnis wird die Kreuzung ein komplett neues Gesicht bekommen: mit einer neuen Ampelanlage inklusive taktiler, also tastbarer, Leitsysteme und abgesenkten Bordsteinen sowie einer zusätzlichen Fußgängerquerung über die Werderstraße. Dieser vierte Übergang an der Kreuzung werde die Schulwegsituation von den Gänsgräben aus deutlich verbessern, sagte Bürgermeister Michael Kessler in der September-Sitzung des Gemeinderats.

Kurve wird abgeflacht

Zudem soll bei dem Umbau die enge Kurve Werder-/Schaafeckstraße abgeflacht werden, so dass auch große Fahrzeuge wie etwa Busse besser um die Ecke kommen. Der Bordstein am Eck des Ärztehauses wandert folglich etwas weiter nach hinten. Ferner wird an Hausanschlüssen gearbeitet, die Stadtwerke Viernheim legen eine neue Stromleitung und verbinden die Gänsgräben mit einer neuen Trafostation am Hirschplatz. Bis etwa April werde somit rund um die Kreuzung immer wieder ein Teilstück gesperrt sein, kündigte Kessler an. Von der Gemeinde über die Stadtwerke und die Telekom bis hin zu den zuständigen Behörden des Rhein-Neckar-Kreises gebe es acht verschiedene Beteiligte. „Eine sehr komplexe Baumaßnahme, aber am Ende bekommen wir eine deutliche Qualitätsverbesserung“, sagte der Bürgermeister.

Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen nach Angaben des Bauamts insgesamt rund 240 000 Euro brutto. Der größte Teil entfalle auf den Rhein-Neckar-Kreis für die Erneuerung von Ampelanlage und Straßenbelag im Bereich der Werderstraße. Rund 70 000 Euro muss die Gemeinde für die Bordsteinkorrektur und die Herstellung der barrierefreien Überwege aufwenden.

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Los geht es direkt nach der Kerwe zunächst mit einer halbseitigen Sperrung der Ladenburger Straße. Hier muss ein Hausanschluss verlegt werden, wie Beck erläutert. Der Verkehr nach Ladenburg wird über die Mannheimer Straße und die L 597 umgeleitet. Nach gut einer Woche ist dieser erste Bauabschnitt erledigt.

Der zweite hat es dann schon in sich: Vom 6. November bis Weihnachten ist die Schaafeckstraße im Abschnitt zwischen der Kreuzung und der Gewerbestraße dicht. Zu den Arbeiten an den Bordsteinen und an der neuen Ampelanlage kommen hier die verschiedenen Anschlüsse für das Ärztehaus. Auch die Einfahrt für den neuen Parkplatz zwischen Hirschplatz und Schaafeckstraße soll vorbereitet werden. Die Umleitung führt über die Blumenstraße und die Leutershausener Straße. Für Fußgänger werde es dabei auf der einen oder anderen Straßenseite immer eine Möglichkeit geben, die Baustelle zu passieren.

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Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es mit dem dritten Bauabschnitt am 27. Januar 2020 auf der Werderstraße weiter – sofern es das Winterwetter erlaubt. Wenn die Kurve in die Schaafeckstraße abgeflacht wird, müssen dort auch Leitungen entsprechend verlegt werden. Die zusätzliche Fußgängerquerung wird in dieser Zeit ebenfalls hergestellt. Im März und April des kommenden Jahres sollen im vierten und letzten Bauabschnitt noch kleinere Anpassungsarbeiten folgen. Vollsperrungen seien dafür aber nicht mehr nötig, wie Beck ankündigt.

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Die Umleitung der Busse werde derzeit noch abgesprochen. Voraussichtlich fahren sie dieselben Wege wie der übrige Verkehr, so dass die Haltestellen auch weiterhin angesteuert werden könnten.

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Redaktion Redakteurin Neckar-Bergstraße