Heddesheim - Trotz schlechtem Wetter zahlreiche Besucher auf der Eisbahn / Anlage bereits ab Montag wieder geschlossen Heddesheim: Zahlreiche Besucher auf Eisbahn

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Martin Tangl
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Bereits am Vormittag drehten die ersten Eisläufer trotz des Regens ihre Runden auf der Bahn im Heddesheimer Sportzentrum. © Martin Tangl

„Die Maske nervt, aber muss halt sein“, seufzt Johannes Rittersberger (14). „Außerdem saugt sie sich dauernd voll, ich wechsle das Teil alle 20 Minuten“, ergänzt Kumpel Paul Ertl (16). Die beiden Jugendlichen kurven mit ihren Schlittschuhen am Sonntag auf der Eisfläche der Heddesheimer Eisbahn umher. Eigentlich sollte am Sonntag das Eislaufvergnügen 2020/21 starten. Doch nach einem vielversprechenden Auftakt mit zahlreichen Besuchern trotz schlechten Wetters muss die beliebte Freizeiteinrichtung der Region ab Montag, 1. November, Corona-bedingt schon wieder bis voraussichtlich Dezember schließen.

Heddesheim Heddesheimer Eisbahn - offen für einen Tag

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Einlass begrenzt

Eintrittskarten nur über elektronisches Ticket

  • Auch wenn es voraussichtlich erst wieder im Dezember gilt: Alle Besucher der Eisbahn in Heddesheim müssen wegen der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Vorschriften ihre Kontaktdaten registrieren lassen.
  • Deshalb werden die Eintrittskarten nur und ausschließlich im Internet über die App „eTicket Heddesheim“ und nicht an der Kasse verkauft. Bezahlt wird mit Kreditkarte, paydirekt oder PayPal.
  • Die Tickets sind zahlenmäßig limitiert und nur am Tag des Besuchs und während der gewählten Eiszeit gültig.
  • Die Heddesheimer e-Ticket-App finden die Besucher im Google Play Store sowie Apple App Store.
  • Saison- oder Zehnerkarten gibt es in der Saison 2020/21 nicht. tan
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Bei trübem Wetter, vielen Wolken und immer wieder leichten Regenschauern zieht es am Sonntagnachmittag trotzdem viele Besucher auf die Eisfläche im Sportzentrum, obwohl der Einlass begrenzt ist. Diesmal ist alles anders als gewohnt: Maskenpflicht auf dem Gelände, am Kiosk beim Pommes holen, an der Bande und sogar auf der Eisfläche. Eintrittskarten gibt es nur im Internet als elektronisches Ticket zu kaufen, umziehen dürfen sich die Besucher nur im Außenbereich. Doch trotz aller Widrigkeiten und Regenschauer stehen die ersten Schlittschuhläufer am Sonntag schon morgens vor dem Einlass. „Die ersten Stammgäste waren bereits um 9.30 Uhr da“, berichtet Betriebsleiter Christopher Divita. Bis um 12.30 Uhr wagten sich immerhin 91 Läufer auf die eisige Fläche. Bis auf kleinere „technische Kinderkrankheiten“ habe es beim Einlass keine Probleme gegeben – so seien auch Warteschlangen an der Kasse vermieden worden. Das beweist auch das zweite Zeitfenster am Nachmittag. „Das Ticket-System hat sich ja bereits am Badesee bewährt“, betont Divita.

Das gesamte Areal um die Eisfläche herum ist mit Gummimatten ausgelegt. Damit hat sich der verfügbare Raum für die Gäste aus der gesamten Metropolregion um einiges vergrößert. Auch sonst ist Betriebsleiter Divita zufrieden: Die Besucher laufen alle mit Maske Schlittschuh und das auch nur in kleinen Gruppen oder im Familienverband. Nur vereinzelt muss der Chef zur Ordnung mahnen, wenn die Maske mal unter die Nase rutscht: „Ziehst du bitte die Maske g‘scheit auf!“ Auch über Lautsprecher und auf Hinweistafeln wird immer wieder auf Maskenpflicht und Abstandsgebot aufmerksam gemacht.

„Wir gehen schon seit Jahren hierher und haben uns gleich für unsere beiden Familien über das Internet die Tickets besorgt, ohne Probleme“, berichten Sandra Schauer und Elen Schnorr, die mit Lorenz (10), Lotta (7), Lukas (6), Ida (4) und Emma (8) aus Mannheim zum Eislaufen nach Heddesheim gekommen sind. Es dauert, bis die kleine Truppe für das Eis voll eingekleidet ist und die Schlittschuhe angezogen hat. Aber dann geht es mit Begeisterung los: „Ohne unsere Männer, die haben es sich daheim gemütlich gemacht“, sagt Elen Schnorr.

Schülergruppe aus Schriesheim

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Die Schülergruppe aus Schriesheim mit Valentina Schotten, Henriette Erle, Leo Burger und Fin Grabarek, alle 13 Jahre alt, hat ihre ersten Runden schon gedreht. „Warum wir auf dem Eis im Freien eine Maske tragen müssen, versteh‘ ich nur halb. Es ist halt anstrengend, aber es geht so“, meint Valentina. „Langsam sind wir die Masken schon gewöhnt, ist halt so“, erklärt Tim Kirchhoff aus Viernheim und zuckt mit den Schultern.

Er ist zusammen mit seinen 15-jährigen Freunden Simon Reese aus Birkenau sowie Kim Laudenklos aus Weinheim und Bea Weidner aus Viernheim nach Heddesheim zur Eislauf-Premiere gekommen. Alle bedauern sie, dass jetzt erstmal für vier Wochen wieder Schluss ist. „Bei den hohen Corona-Infektionszahlen ist das leider irgendwie nachzuvollziehen“, wirbt Betriebsleiter Christopher Divita um Verständnis.

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Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/heddesheim

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