Heddesheim - Verwaltung schlägt Erweiterung im südlichen Teil vor / Erste Planungsschritte für Umgestaltung des Ortskerns Gewerbegebiet soll wachsen

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Anja Görlitz
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Vor den Edeka-Lagern am westlichen Rand des Gewerbegebiets Süd liegt die vorgeschlagene Erweiterungsfläche. © Marcus Schwetasch

Das südliche Gewerbegebiet in Heddesheim soll erweitert werden. Einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet die Verwaltung dem Gemeinderat in dessen nächster Sitzung am Donnerstag, 25. Februar. Neben dem neuen Haushalt (wir berichteten) ist außerdem die Ortskernsanierung Thema der Zusammenkunft ab 17 Uhr im Großen Saal des Bürgerhauses.

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Für die Erweiterung des Gewerbegebiets vorgesehen ist eine etwa 3,5 Hektar große Fläche am Ende der Schulze-Delitzsch-Straße, zwischen dem Hermes-Verteilzentrum und dem Edeka-Getränkelager. „Das Areal wird bislang ackerbaulich genutzt und wäre ohne größere Restriktionen für eine gewerbliche Nutzung sehr gut geeignet“, schreibt die Verwaltung in den Unterlagen zur Sitzung. Der Bedarf an neuen Flächen sei „dringend“. Immer wieder müsse die Gemeinde Anfragen nach Gewerbegrundstücken mangels freier Flächen zurückweisen. Um die Zukunft der Betriebe am Standort zu sichern, gebe es daher Handlungsbedarf. „Wohnortnahe Arbeitsplätze und aus Gewerbeansiedlungen resultierende Steuereinnahmen sind für die Gemeinde von hoher Bedeutung und eröffnen finanzielle Gestaltungsspielräume der Kommune“, argumentiert die Verwaltung.

Das vorgeschlagene Areal ist bereits im Flächennutzungsplan des Nachbarschaftsverbands Heidelberg-Mannheim als gewerbliche Baufläche der Zeitstufe I enthalten, könnte also kurzfristig entwickelt werden. Nach Westen abgegrenzt würde es durch die geplante Umgehungsstraße. Im Haushaltsentwurf sind rund 2,3 Millionen Euro für die erforderlichen Grundstücksgeschäfte eingeplant. In gleicher Höhe sollen auch Einnahmen aus dem (Wieder-)Verkauf erzielt werden.

Investitionen in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro stehen außerdem für das Sanierungsgebiet Ortskern III im Etatentwurf, rund 1,2 Millionen Euro kommen hierfür aus Fördermitteln. Auch bei diesem Thema kann der Gemeinderat in der kommenden Sitzung die nächsten Schritte auf den Weg bringen.

Stellplätze und Radfahrer im Blick

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Für wesentliche Teile des Sanierungsgebiets sollen die ersten Planungsleistungen beauftragt werden. Ein entsprechendes Angebot des Büros BBP aus Kaiserslautern über vorläufig rund 54 000 Euro liegt vor. Vorbereitet werden soll damit die Diskussion über drei Teilbereiche von Ortskern III.

Der erste betrifft die Unterdorfstraße zwischen Bürgerhaus und Lissenstraße. Ziel bei der Umgestaltung ist hier eine neue Aufteilung des öffentlichen Straßenraums unter Berücksichtigung aller Nutzer. „Ein Schwerpunkt dabei ist, den Fahrradverkehr in die weiteren Verkehrsfunktionen funktional und gestalterisch zu integrieren“, schreibt die Verwaltung in den Sitzungsunterlagen.

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Zweiter Teilbereich ist das Umfeld der ehemaligen Bäckerei Bosch an der Einmündung zur Lissenstraße. Hier geht es unter anderem um den Ersatz beziehungsweise die Schaffung von öffentlichen Stellplätzen und um eine neue Verkehrsführung. Parkraum gehört auch zu den Überlegungen für das dritte zu planende Areal im rückwärtigen Bereich zwischen Schul- und Unterdorfstraße. Dort sollen außerdem Grünflächen zusammenhängend neu gestaltet werden. Ziel ist überdies die Herstellung einer Fuß- und Radwegverbindung durch dieses Gebiet.

Redaktion Redakteurin Neckar-Bergstraße