Heddesheim - Mitmach-Aktion von Projektbündnis MSG Geschichten gesucht

Von 
Anja Görlitz
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Das Heddesheimer Projektbündnis „Miteinander statt Gegeneinander“ (MSG) lädt alle Bürger der Gemeinde zur zur Mitmachaktion „Lebensspuren“ ein. Gesammelt werden kleine Geschichten, die alle etwas mit Heddesheim zu tun haben und/oder den Menschen, die hier leben. Mitmachen kann jede und jeder, auch Kinder sind dazu aufgerufen, erklärt Initiatorin Eva Martin-Schneider.

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Wer dabei sein mag, schreibt seine Geschichte auf und fügt gern ein oder zwei Fotos hinzu. Beim Inhalt sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Ob es nun eine Begebenheit oder eine Begegnung aus dem Ort ist, ob man von Menschen schreibt, die einen geprägt oder beeindruckt haben oder von Gegenständen, die einen schon ein Leben lang begleiten. Die kleinen Geschichten sollten 200 Wörter nicht überschreiten und können (auch anonym) an Eva Martin-Schneider geschickt werden (per Post: Beethovenstraße 6 oder per E-Mail: emartinschneider@web.de, Stichwort: Lebensspuren).

Literaturgruppe wird IG Kultur

Ziel ist, die Werke im Ort zu präsentieren. „Wir denken an eine kleine Ausstellung in Schaufenstern“, sagt die Organisatorin. Wenn es Corona-Situation und Wetter wieder zulassen, ist auch eine szenische Lesung auf dem Dorfplatz geplant. Diese könnte zugleich eine Abschlussveranstaltung für das Projektbündnis MSG sein. Wie Eva Martin-Schneider erklärt, läuft im März die auf zwei Jahre befristete Förderung durch das Programm „Miteinander Reden“ der Bundeszentrale für politische Bildung aus.

Für die Dorfplatzgespräche und andere Aktivitäten, die unter dem MSG-Dach liefen, soll das aber nicht das Ende bedeuten. Um weiterhin mit ihren Bündnispartnern das kulturelle Leben im Ort zu bereichern, hat sich die ehemals dem Kunstverein angegliederte Literaturgruppe als neue Interessengemeinschaft (IG) Kultur selbstständig gemacht.

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Die Literaturgruppe war Trägerin von MSG und möchte auch in Zukunft mit ihren Bündnispartnern – etwa dem Verein F.A.I.R, dem Verein der Multikultifrauen oder der IG Heimat und anderen Interessierten – Angebote machen, erläutert Eva Martin-Schneider. Aus rechtlichen Gründen sei es so nicht mehr möglich gewesen, unter dem Dach des Kunstvereins zu agieren: „Wir haben viele Interessenten und Aktive, die entweder keinem Verein angehören und auch nicht angehören wollen oder die Kooperationspartner aus anderen Vereinen sind.“ Die IG Kultur soll ihnen einen Rahmen geben, der dies ermögliche.

Redaktion Redakteurin Neckar-Bergstraße