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Heddesheim - Fotokunst von Melanie Gerstner in den Fenstern der Sparkasse / Außergewöhnliche Blicke auf alltägliche Objekte

Ein Spiel mit Licht und Schatten

Von 
Martin Tangl
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„Treffpunkt Kunst“ (v.l.): Thomas Kowalski, Bernd Gerstner, Rainer Hege und Künstlerin Melanie Gerstner. © Martin Tangl

„Melanie war schon immer sehr kreativ“, erinnert sich Papa Bernd Gerstner an den künstlerischen Werdegang seiner Tochter. Mit Malen und Zeichen hat die heute 35-Jährige früh angefangen, sich dann aber auf die Fotografie eingelassen. Elf ihrer außergewöhnlichen Fotoarbeiten in Makro-Technik sind jetzt in den Fenstern der Sparkassen-Filiale in Heddesheim zu sehen. „Den meisten Betrachtern öffnet sich Melanies Motivwelt erst nach dem zweiten oder dritten Blick, man muss schon genau hinschauen“, rät Gerstner den zahlreichen Besuchern bei der Vernissage am Freitagvormittag.

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„Endlich wieder eine Ausstellung, nach einer gefühlten Ewigkeit“, freut sich Sparkassen-Vorstand Thomas Kowalski bei der offiziellen Eröffnung im Freien auf dem Parkplatz am Rathaus. „In der Pandemie müssen wir neue Wege suchen, um Kunst und Künstler präsentieren zu können“, betont Bernd Gerstner als Vorsitzender des Heddesheimer Kunstvereins. Das nächste Projekt für „Treffpunkt Kunst“ sei schon mit 21 Künstlern vom 30. Juli bis 1. August im Bürgerhaus geplant.

Seine Tochter geht mit der Kamera ganz nah an ihre Objekte ran, findet hier im Makrobereich außergewöhnliche Motive aus dem Alltagsleben. So bei ihrem Werk „Schwarzer Tee“, das auf einer Staffelei in der Sparkasse steht. Die Geschichte dazu erzählt Melanie Gerstner im Gespräch mit dem „Mannheimer Morgen“. „Über Nacht stand der Tee in einer Schüssel auf meiner Spüle. Es hatten sich seltsame Schlieren gebildet, die mich zu dem Foto inspiriert haben“, berichtet die Fotokünstlerin. Etwa zehn Aufnahmen habe sie digital mit ihrer Canon-Spiegelreflex-Kamera gemacht, bis das Werk im Kasten war.

Lange gewartet

„Ganz viel Lichtspiel“, so charakterisiert Melanie Gerstner ihre Fotografien. Auch die Nahaufnahme einer verwelkten Amaryllis-Blüte oder der Flor eines Teppichs leben von Licht und Schatten.

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„Kunst wird so für alle sichtbar und erfahrbar“, lobt Bürgermeister-Stellvertreter Rainer Hege das Engagement und den Mut der Künstlerin, des Kunstvereins sowie der Sparkasse nach dem tristen Corona-Winter. Niedrige Virus-Inzidenzen machten so eine Ausstellung jetzt endlich wieder möglich. „Neben der Wirtschaft in der Region unterstützen wir gerne die regionale Kunst“, sagt Thomas Kowalski zur Motivation des Geldinstituts, die Fotoarbeiten der jungen Heddesheimerin auszustellen.

Kreative Freiheit

„Melanie hat sich schon sehr früh für Kunst interessiert, einige Semester Kunstgeschichte studiert, Praktika in Museen gemacht – bis sie sich dann doch für eine solide Ausbildung entschlossen hat“, skizziert Papa Bernd kurz den Lebenslauf seiner Tochter, die als Buchhalterin bei Pfennig logistics arbeitet. „Ich habe Kauffrau mit Bürokommunikation gelernt, ich konnte schon immer gut mit Zahlen umgehen“, ergänzt Melanie. Der eher profane Broterwerb gebe ihr nun als Gegenpol die Freiheit, mit ihren außergewöhnlichen Fotografien künstlerisch kreativ zu sein.

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