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Politik - Fachausschüsse befürworten Einsparung

Weniger Holz für neuen Bauernmarkt

Von 
mibu
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Groß-Rohrheim. Es war ein ziemlicher Schock, als Planer Michael Kehl den Mitgliedern des Bauausschusses vor einigen Wochen die neue Kostenschätzung für die Pavillons für den Bauernmarkt vorgelegt hatte. Es war die Rede von Kosten in Höhe von 393 000 Euro – also fast doppelt so viel, wie man einst geplant hatte. „Das Ganze hat etwas mit der Kostenexplosion im Baubereich zu tun. Vor allem bei der Wärmedämmung und beim Holz. Mittlerweile kostet der Kubikmeter Holz fast 1400 Euro“, sagte Kehl. Die Rohstoffknappheit bewirke auch, dass sich die Lieferzeiten enorm erhöhen und sich somit eine lange Bauzeit ergeben würde.

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Trockenbau als Alternative

Als Alternative bot Kehl dem Bau- und dem Haupt- und Finanzausschuss in deren gemeinsamer Sitzung am Donnerstagabend nun den Einsatz von Mauerwerk an; und zwar dort, wo man einst vor allem Holz geplant hat. Das gilt auch für den Innenbereich der Pavillons – statt Holz gibt es hier nun Trockenbau. Die Optik werde aber insgesamt beibehalten, denn für das Dach wird Holz verwendet. Auch die geplante Technik bleibt, wie sie ist. So kommt Planer Kehl nun auf Gesamtkosten (Bau- und Planung) in Höhe von 256 000 Euro. Da 210 000 Euro bereits fest im Haushalt vorgesehen sind, werden 47 000 Euro in den Nachtragshaushalt gestellt. Das haben Bauausschuss und Haupt- und Finanzausschuss in ihrer gemeinsamen Sitzung ohne größere Diskussion auch so bestätigt.

Groß-Rohrheim lässt sich seinen Bauernmarkt etwas kosten. © berno nix

Eigentlich wollen beide dasselbe, doch jeder nennt es nur anders. Nicht anders waren oder sind die beiden Anträge von SPD und BfGR zu verstehen. In Ihren Anträgen zur Realisierung eines Dorfzentrums oder Ortsmittelpunktes geht es letztlich um den Bau eines Bürgerhauses mit verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten. Die SPD möchte dort unter anderem einen großen Saal untergebracht wissen, der von vielen (Vereine, Gruppen) genutzt werden kann. Die BfGR vermisst in Groß-Rohrheim einen Raum für Bildungsangebote speziell für Erwachsene. Beide Parteien wünschen sich dort eine Gastronomie (Café), die Unterbringung der Gemeindebibliothek sowie einen Raum für die Jugend.

Gemeindevertreter entscheiden

Im Prüf- Antrag der BfGR steht unter anderem, dass sich Groß-Rohrheim um Fördermittel bemühen soll. Die Fraktion gibt hier das Landesprogramm „Lebendige Zentren“ an, bei dem es für solche Planungen eine bis zu 70-prozentige Förderung geben soll, so die BfGR. Entschieden wird darüber in der Sitzung der Gemeindevertretung. mibu

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