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 Kommunalpolitik - Gemeindevertreter streiten sich erneut Weder Winterrasenplatz noch Bewegungsparcours

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mibu
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Groß-Rohrheim. Alle sind sich einig im Gemeindeparlament, dass Groß-Rohrheim ein erweitertes Sportangebot erhalten soll. Darüber war vorab ausführlich diskutiert und eine Sitzung geplant worden. Doch am Ende fand sich keine Mehrheit im Gemeindeparlament für einen sofortigen Baubeginn von Winterrasenplatz und Bewegungsparcours. Stattdessen gab es weitere Diskussionen.

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Streitpunkt waren die gestiegenen Kosten für beide Maßnahmen. Lediglich die CDU warb für Zustimmung: „Sonst verfällt das Geld, und wir haben bald gar nichts“, mahnte Kurt Kautzmann (CDU). Dafür gab es Beifall vom Publikum. Freie Wähler und SPD übten allerdings heftige Kritik an der Planung und der Kostenaufstellung. Der zunächst nicht geplante Mähroboter treibe die Investition mit über 20 000 Euro für den Winterrasenplatz in die Höhe.

Nach Ansicht der CDU geht es lediglich um einen Fehlbetrag von 35 000 Euro. Darüber könnten Bürgermeister und Gemeindevorstand auch ohne Parlament entscheiden. Doch Ursula Schmitt (Freie Wähler) rechnete erneut vor, dass das vorgestellte Projekt auch in der günstigeren Variante rund 420 000 Euro teuer werde. „Wir sind immer von 210 000 Euro ausgegangen. Dabei soll es auch bleiben“, betonte Horst Menger (SPD). Bürgermeister Rainer Bersch brachte in die Diskussion eine weitere Zahl ein: 297 500 Euro brutto für den Winterrasenplatz. Er habe mit dem Vereinsvorstand des FC Alemannia gesprochen. Mit Eigenleistung sowie Einsparungen komme er auf diese Summe.

Der Zusatzantrag der CDU, nun mit dem Bau zu beginnen und dafür mindestens 335 000 Euro in den Haushalt zu stellen, wurde abgelehnt. Die Mehrheit von zwölf Gemeindevertretern, bei drei Enthaltungen, sprach sich dafür aus, es bei 315 000 Euro zu belassen. Der Fußballverein sowie die Verwaltung sollten nun klären, ob weitere Zuschüsse seitens des Landessportbundes oder der Dietmar-Hopp-Stiftung möglich seien.

Keine Einigung über Sportgeräte

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Unstrittig war das weitere Vorgehen beim Bewegungsparcours, für den 100 000 Euro, davon Zuschüsse von 90 000 Euro vorgesehen sind. Offen war lediglich die Anzahl der zu installierenden Sportgeräte, um im Kostenrahmen von 30 000 Euro zu bleiben. Doch zehn Gemeindevertreter stimmten dagegen und nur fünf dafür. Das bedeutet, der Bewegungsparcours wird erst einmal nicht gebaut – nach der Kommunalwahl beschäftigen sich die Fraktionen dann erneut damit.

Bürgermeister Rainer Bersch verkündete, dass die Haushaltssatzung durch die Kommunalaufsicht genehmigt wurde. Auf Nachfrage bestätigte er zudem, dass die geplanten Häuser für die Allee nun gebaut werden können. Die Genehmigung sei erteilt. Dem CDU-Antrag auf Verlegung von Glasfaserkabeln für schnelles Internet in der Kornstraße wurde einstimmig zugestimmt. „Dieser Antrag ist zwar überflüssig, aber sinnvoll. Schließlich wird der KMB, der diese Maßnahme ja durchführt, das ohnehin machen“, sagte Peter Hess (SPD). mibu