AdUnit Billboard
Ausschuss - Groß-Rohrheims Kämmerer stellt Haushalt vor

Mehr Steuern vom Gewerbe als erwartet

Von 
Michael Burmeister
Lesedauer: 
Hier soll das Neubaugebiet Bibliser Pfad entstehen. © Michael Burmeister

Groß-Rohrheim. Das zunächst erwartete Minus im Groß-Rohrheimer Haushalt in Höhe von über 550 000 Euro im kommenden Jahr bleibt wohl aus. Das teilte Kämmerer Gerd Henning in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses mit. Ein unerwarteter Geldsegen bei der Gewerbesteuer beschere der Gemeinde neue Einnahmen in Höhe von 3,4 Millionen Euro. Auch die Einkommensteuer habe sich besonders erfreulich entwickelt. Bei der Gewerbesteuer profitiert Groß-Rohrheim von Vorauszahlungen dreier Firmen aus dem Industriegebiet für 2022. „Das war einfach nicht vorauszusehen. Diese Zahlen kamen kurzfristig“, entschuldigte sich Kämmerer Gerd Henning bei der Ausschusssitzung für die Korrektur.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Horst Menger, Matthias Dobry, Torsten Henzel und Walter Öhlenschläger zeigten sich zwar erfreut über diese positiven Zahlen. Im ordentlichen Ergebnis hat Groß-Rohrheim nun ein Plus von 106 000 Euro. Doch es gab auch Unmut. „Unsere Arbeit war komplett umsonst“, so Henzel. Öhlenschläger zeigte sich verwundert. Er hätte erwartet, dass die Verwaltung den Haushalt besser vorbereitet hätte. Einzig die LiGR verteidigte Henning. Die Kritik sei an den Gemeindevorstand zu richten, so Engert. Dennoch stelle sich die grundsätzliche Frage, ob es für die Zukunft Sinn mache, so früh über den Haushalt zu beraten, und nicht besser zu warten, bis alle Zahlen vorliegen.

In seinen Ergänzungen nannte Henning einige Kernpunkte des neuen Haushalts. So werde es etwa bei drei Mitarbeitern der Verwaltung einen neue Eingruppierung in die nächst höhere Gehaltsstufe geben. Groß-Rohrheim bekommt 2022 weniger aus den Schlüsselzuweisungen, gleichzeitig wurde die Kreis- und Schulumlage erhöht. Die Kosten für den Winterrasenplatz sind gestiegen, und Groß-Rohrheim muss für die Weiche am Industriegleis vermutlich 300 000 Euro an die DB zahlen. Die CDU stellte den Antrag, 25 000 Euro in den Haushalt zu stellen für eine neue Heizung im Sängerheim. Und die LiGR möchte 11 000 Euro für eine Hundewiese einplanen lassen.

Neubaugebiet verzögert sich

Abschließend gab es noch eine Hiobsbotschaft für alle Bauwilligen im Neubaugebiet Bibliser Pfad: Mit der Erschließung kann wohl erst im neuen Jahr begonnen werden. Das gilt auch für die Verteilung der Bauplätze. Der Grund: Im Boden wurde Historisches gefunden. Es handele sich um Reste eines Langhauses aus der Bronzezeit, und das müsse erst archäologisch untersucht werden, erläuterte Klaus Menger.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Die nächste Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss steht am Donnerstag, 2. Dezember, um 19 Uhr im Sängerheim an. Dann geht’s um interkommunale Zusammenarbeit, die Hundewiese und den Haushalt.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1