Edingen-Neckarhausen - Hans Stahl feiert seinen 65. Geburtstag Sportlich, naturverbunden, ehrenamtlich engagiert

Von 
Hannelore Schäfer
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„Geplant war, dass ich meinen 65. Geburtstag mit rund 50 Leuten feiern wollte, aber Corona ist mir dazwischen gekommen“, gesteht Hans Stahl (Bild). Verbunden mit der Ausladung der Gäste war auch gleich eine Einladung. „Die Feier wird am 30. April im kommenden Jahr nachgeholt“, versprach der Jubilar schon einmal. 66 ist laut Stahl auch eine gute Zahl. Mit Zahlen hat der Finanzbeamte auch beruflich zu tun. Und als Vorsitzender des Fördervereins Edinger Schlösschen kann es ebenfalls nicht schaden, wenn man mehr als zwei und zwei zusammenzählen kann. Das historische Kleinod liegt ihm besonders am Herzen. Erhalten und Gestalten kennzeichnen Stahls vielfältiges ehrenamtliches Wirken.

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„Mit zunehmenden Alter verändert sich auch im Leben einiges“, resümiert Stahl. So werde er nach 48 Jahren seine Laufbahn als Beamter im Finanzamt in nächster Zeit abschließen. Von einem Schädelhirntrauma infolge eines Sturzes im vergangenen Jahr habe er sich erholt. „Alles gut überstanden“, bemerkt der Jubilar dankbar. Ein Einschnitt in anderer Form war sein Rückzug aus der Kommunalpolitik nach 45-jähriger Tätigkeit.

Stahl hatte sich früh politisch engagiert. Zusammen mit Dietrich Herold und Jürgen Wacker gründete er 1974 die Unabhängige Liberale Jugend (ULJ) und damit die erste regionale liberale Jugendorganisation. Liberale Themen beackerte Stahl auch als langjähriger Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes. Bis zu seinem Verzicht auf eine weitere Kandidatur im Gemeinderat bei den letztjährigen Kommunalwahlen war er Fraktionssprecher der UBL, einer Listenverbindung aus FDP und FWV.

Neben dem politischen hat er ein kulturelles Fundament gebaut. Als Vorsitzender des Fördervereins Edinger Schlösschen will er Vergangenes für die Zukunft bewahren. „Das Schlössel als ältestes historisches Bauwerk am Ort zeugt vom Lebens- und Kunstsinn vergangener Generationen“, ist Stahl überzeugt. Deshalb helfe er mit, das kulturelle Erbe zu bewahren und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Stets mit dem Rad unterwegs

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Damit er fit bleibt, radelt der Steuerbeamte täglich zu seinem Arbeitsplatz, dem Finanzamt in Mannheim-Neckarstadt. Auch der Partnergemeinde Plouguerneau hatte er zusammen mit Freunden schon einmal auf dem Drahtesel einen Besuch abgestattet. Und wenn die Corona-Pandemie überwunden ist, will er als Ruheständler die an Deutschland angrenzenden Länder an- und abradeln. Auch sonst ist er gerne naturnah unterwegs. Sei es nun auf der eigenen Streuobstwiese als Landschaftspfleger oder beim Kartoffelstecken mit seinem 92-jährigen Vater. Entspannen kann der Jubilar bei Musik. Er singt zusammen mit seiner Frau Heidrun im örtlichen evangelischen Kirchenchor mit, der gerade Pause macht. (Bild: Hannelore Schäfer)

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