Neckarhausen: Benefizkonzert zugunsten der St. Andreas Kirche mit sechs Chören "Musik ist ein Geschenk Gottes"

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Am 7. Juli wird die St.-Andreas-Kirche mit einem großen Fest wiedereröffnet. Bis dahin bleibt das Gotteshaus wegen umfangreicher Innenrenovierungsarbeiten geschlossen. Mit einem Benefizkonzert aller Neckarhausener Chöre, dessen Erlös in den Renovierungstopf fließt, rief die Katholische Kirchengemeinde auf, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Peter Huber, Vorsitzender des Kirchengemeinderats, betonte in seiner Begrüßung, dass die Arbeiten ohne Fremdfinanzierung geschultert werden sollen. Mit Blick auf die gut gefüllten Kirchenbänke stellte er fest: "Es ist ein Zeichen, dass Gemeinsamkeit in einer Gemeinde von der Größe von Edingen-Neckarhausen möglich ist."

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Der St.-Andreas-Chor, der ASB-Frauenchor, der Evangelische Singkreis, der Gesangverein Germania, der MGV 1859, der Partnerschaftschor sowie Thomas Adelberger an der Orgel - alle hatten spontan zugesagt und sorgten für ein Konzert, das lange in den Köpfen der Besucher nachhallen wird. VHS-Chef Walter Götz, der die Moderation übernommen hatte, erklärte den Gästen, dass jeder Chor drei Lieder ausgesucht hat und vortragen wird, die thematisch der Fastenzeit zuzuordnen sind. Die freie Auswahl durch die Chorleiter und Chorleiterinnen bescherte eine musikalische Vielfalt, in der sich Dur- und Moll-basierte Stücke abwechselten.

Die Chöre traten in alphabetischer Reihenfolge auf. Mit Anabelle Hund als Solistin eröffnete der St.-Andreas-Chor unter der Leitung von Annette Mayer-Jonczyk den musikalische Reigen, gefolgt vom ASB-Frauenchor, dirigiert von Corinna Schreieck. Danach folgten die Germania (Leitung Sonja Kirsch), Florian Stricker leitete den Evangelischen Singkreis, Gerhard Wind den MGV 1859, und beim Partnerschaftschor teilten sich die Direktion gleich drei Frauen. Aus der Partnergemeinde Plouguerneau war Marie-Jo Nicolas-Le Ru angereist, um bei der bretonischen Volksweise "Tridal ara va halon" den Taktstock zu schwingen, Hund und Mayer-Jonczyk übernahmen die beiden anderen Stücke.

Der Bogen der Liedkomponisten war sehr weit gespannt. Beispielsweise kamen Stücke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Nicolas Clérambault ebenso zu Gehör wie auch von Bruckner oder Ingegneri. Es war begeisternd, wie sich die Hobbysängerinnen und -sänger ins Zeug legten, und es wäre an dieser Stelle verfehlt, einzelne Liedvorträge herauszuheben. Der Applaus nach den Liedblöcken war ehrlich, nicht höflich gemeint, und das Finale geriet furios.

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Unter der Leitung Mayer-Jonczyks sangen alle sechs Chöre gemeinsam das "Dona nobis pacem" (Gib uns deinen Frieden) aus dem Agnus Dei. Die Solos von Anabelle Hund (Sopran) und Thorsten Gedak (Bariton) setzten ebensolche Glanzpunkte wie das Zwischenspiel von Thomas Adelberger auf der Orgel. Man war geneigt, Pfarrer Georg Schmitt zuzustimmen, der in seinen Dankesworten Johannes Calvin zitierte: "Musik ist ein Geschenk Gottes." ths