Neckarhausen/Friedrichsfeld - Filialen bleiben vorerst erhalten Markthaus vor Insolvenz gerettet

Von 
Hans-Jürgen Emmerich
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Das Markthaus und damit auch die Filialen in Edingen-Neckarhausen und Friedrichsfeld sind fürs Erste gerettet. „Dank eines Kraftakts aller Beteiligten ist es gelungen, das in finanzielle Schieflage geratene größte Inklusionsunternehmen der Metropolregion Rhein-Neckar, die Markthaus – Recycling Kaufhaus Mannheim gGmbH, zu sanieren und die künftige Existenz des Unternehmens zu sichern“, heißt es in einer Pressemitteilung der SZA Schilling, Zutt & Anschütz Rechtsanwaltsgesellschaft. In einer vom Insolvenzgericht Mannheim anberaumten Versammlung hätten am Dienstag alle Gläubiger in vollem Umfang auf ihre Forderungen verzichtet.

Michler erleichtert

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„Das ist eine gute Nachricht“, freute sich Bürgermeister Simon Michler (Edingen-Neckarhausen) am frühen Dienstagabend auf Nachfrage dieser Redaktion. Er habe mit dieser Entscheidung zwar gerechnet, sei aber trotzdem erleichtert, dass sie so gefallen sei. Man habe jetzt zwei Jahre Zeit gewonnen, um die Zukunft dauerhaft zu sichern, erklärte Michler weiter. In diesem und im nächsten Jahr hat die Gemeinde einen Zuschuss von bis zu 25.000 Euro zugesagt, um das Sozialkaufhaus zu retten: „Wir freuen uns, dass es jetzt weitergehen kann.“

Der Bestand der Filialen im Mannheimer Stadtteil Friedrichsfeld und in Neckarhausen ist nach Angaben des Insolvenzverwalters gesichert. Von den insgesamt 100 Arbeitsplätzen bleiben 80 erhalten. Neue Gesellschafterin wird die ServiceHaus Service-GmbH, eine Tochtergesellschaft der städtischen GBG – Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH. hje

Redaktion Aus Leidenschaft Lokalredakteur seit 1990, beim Mannheimer Morgen seit 2000.