Neckarhausen: Klarinettist Philip Schill ist für Wettbewerb in Ludwigsburg qualifiziert Landessieg als Geschenk zum Geburtstag?

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Hannelore Schäfer

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"Was die Freude im Umgang mit der Musik anbelangt, bin ich schon ein wenig vorbelastet", bekennt Philip Schill. Der 17-jährige Klarinettist der Musikvereinigung Neckarhausen (MVN) belegte beim Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" in Mannheim Platz eins in der Solowertung. Mit dieser Leistung hat sich der Neckarhäuser zugleich für den Landeswettbewerb in Ludwigsburg qualifiziert, der im April stattfinden wird.

Als kleiner Junge habe er ganz klassisch mit Blockflöte begonnen, erzählt der sympathische junge Mann. Allein mit dem Blockflötenspiel komme man aber nicht weit und deshalb sei er auf Klarinette umgestiegen. Dass es gerade dieses Holzblasinstrument war, lag auch mit am Vater, der ebenfalls Klarinette gespielt hatte.

Die Mutter hingegen bevorzugt das Klavier, und der Opa aus Freiburg betätigte sich als Alleinunterhalter. In früheren Urlauben sei er gern mit dem Großvater unterwegs gewesen, wenn dieser musikalisch durch die Lande tourte. Auch Philip fällt es nicht schwer, vor Publikum zu spielen. "Die Auftritte mit der Musikvereinigung verhelfen zu der entsprechenden Routine", räumt der erste Klarinettist des Orchesters ein. Zuvor war er im Mannheimer Jugendorchester aktiv. Die Probezeiten seien für ihn dort allerdings recht ungünstig gewesen.

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So befolgte er den Ratschlag seines Trompete spielenden Nachbarn, Mark Glombitza, es doch einmal bei der Musikvereinigung zu versuchen. "Ich habe mir eine Probe angeschaut und war echt begeistert", gesteht Philip Schill. Seit vier Jahren ist er nun Mitglied der Musikvereinigung. Ganz hat der Schüler der Quadratestadt aber nicht den Rücken gekehrt. Zwischenzeitlich spielt er in der Mannheimer Bläser-Philharmonie mit. Während hier die ernste Musik gepflegt wird, hat bei der Musikvereinigung das breite Repertoire der Unterhaltungsmusik Vorrang. Gerade die Abwechslung zwischen "E"- und "U"-Musik mache für ihn den Reiz aus. Musikalisch aktiv zu sein, bedeute für ihn ein ganz tolles Hobby, zu dem er auch eine Art Zuneigung gefasst habe.

Musik als Studienfach wird der Zwölftklässler des Ladenburger Carl-Benz-Gymnasiums aber nicht belegen. "Ich habe mit dem Gedanken gespielt, aber um Musik zu studieren, müsste ich ein zweites Instrument wirklich gut spielen und um das noch zu erlernen, bin ich praktisch zu alt", sieht der Schüler seine berufliche Zukunft wo anders. In Physik, Chemie und vor allem in Mathematik hat er seine schulischen Schwerpunkte, weshalb er auch mit einem naturwissenschaftlichen Studium liebäugelt. Unter diesen Voraussetzungen ist ihm auch die regelmäßige Teilnahme am Hector-Seminar, einer Veranstaltungsreihe für naturwissenschaftlich begabte Schüler, wichtig.

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Dennoch, oder gerade deshalb, ist für Philip die Musik der schönste Ausgleich. Jetzt, vor dem Landeswettbewerb investiert er noch mehr Zeit in die Probearbeit, um unter optimalen Voraussetzungen anzutreten. Beim Regionalwettbewerb in Mannheim, habe er sich in einem Stück etwas "verhuddelt", wie Philip formulierte und deshalb "nur" 23 von 25 möglichen Punkten erhalten.

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Beim Wettbewerb in Ludwigsburg will der junge Musiker mit einem anspruchsvollen Programm eine möglichst hohe Punktzahl erspielen. Sollte es mit dem Landessieg klappen, dann wäre das für Philip Schill ein tolles Geschenk, schließlich feiert er im April auch seinen 18. Geburtstag.