Wohnen und Freizeit Edingen-Neckarhausen: Hundesportler stehen zu Kompromiss

Von 
Hans-Jürgen Emmerich
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Edingen-Neckarhausen. Der Hundesportverein Edingen und der Verein der Hundefreunde Neckarhausen äußern sich in einer gemeinsamen Erklärung zum jüngsten Vorschlag der Unabhängigen Bürgerliste (UBL-FDP/FWV), den Hundesport nun doch am oder im Gewerbegebiet anzusiedeln. Die Stellungnahme hat folgenden Wortlaut:

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"Ausgangslage: Durch das Baugebiet Nord ist die Verlagerung des Neckarhäuser Hundesportplatzes notwendig. Die beiden Vereine sind sich einig - wenn die Rahmenbedingungen stimmen sind wir bereit zu Fusionieren.

Der Hundeplatz Edingen entspricht nicht den vom Deutschen Hundesportverband für Veranstaltungen geforderten Maßen. Auch beim normalen Trainingsbetrieb sind Probleme zu erwarten. Immerhin würde der Verein bei einer Fusion über 400 Mitglieder stark mit  über 100 Aktiven die sich in den Sparten Welpen, Basisausbildung, graue Schnauzen, THS, Agility, FH, Mantrailung und IGP engagieren.

 

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Was nach vielen Gesprächen aller Beteiligten eine ausgemachte Sache zu sein schien, gerät jetzt wieder ins Wanken. Besprochen wurden bisher die Varianten

 

  1. Ansiedlung in den Milben Richtung OEG Haltestelle
  2. Ansiedlung in den Milben (hier steht zur Zeit das Wasserhebewerk;  der Wall zur Firma Sita müsste verschoben werden)
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Bei beiden o.g. Alternativen wäre der Hundeplatz  –  wie jetzt auch – wieder Mitten in einem Gewerbegebiet – mit allen Nachteilen: Kein Auslauf für Hunde, Gefährdung durch LKW-Verkehr (Jugendliche!), Parkplatzsituation (zur Zeit werden „unsere" Parkplätze von LKW rücksichtslos zugeparkt. Mahnungen, Anschreiben und Bitten waren bisher erfolglos. Das  wäre in den Milben nicht besser. Dies ist mit ein Grund, warum im weiten Umkreis kein Hundesportplatz im Gewerbegebiet liegt. Zudem würde hier wertvolles Gewerbegebiet blockiert.

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Die am 16.10.2020 besprochene Alternative (Ansiedlung des Hundesportplatzes im Sportzentrum) wurde in einem Gespräch mit den Fraktionsvorsitzenden, der Verwaltung mit Herrn Bürgermeister Michler an der Spitze und den Vertretern der Vereine (Jürgen Thoma, Richard Strauss, Klaus-Dieter Immerz) besprochen. Nachdem sich für eine Umsiedlung der Vereine incl. Gaststätte keine Mehrheit fand, boten die Sportvereine schweren Herzens an, die jetzige Gaststätte „Zum Toni“ am jetzigen Standort zu belassen. Auf einem Vereinsheim müssen wir aber beharren. Dieser Standort ist zukunftsweisend und hat unserer Meinung nach wesentliche Vorteile.

Der Kritikpunkt „Biotop“ wird unserer Meinung nach nicht richtig dargestellt. Bei der vorgesehenen Variante würden die Sträucher fast vollständig erhalten bleiben. Die Bäume der Streuobstwiese könnten  auf dem vorgesehenen Wall um das Gelände Platz finden. Ein ganz wichtiger Punkt sind die finanziellen positiven Auswirkungen, die nie erwähnt werden. Durch die Veräußerung der Gelände Hundesportplatz Neckarhausen, Hundesportplatz Edingen und des nicht genutzten Geländes „ in den Milben“ sind erhebliche Gelder zu erwarten.

Nicht förderlich ist das ständigen Hin und Her in der Planung. Man sollte sich an Absprachen halten. Der jetzige Vorschlag ist Stand von 2018. Ständig neue Ideen kosten auch Geld. Wir haben mehrfach dargelegt, unter welchen Bedingungen wir bereit sind, zu fusionieren. Es wäre schön, wenn man die „Ideen“ auch mit denjenigen besprechen würde, die betroffen sind und nicht gleich die Öffentlichkeit verunsichern. Das macht bestimmt keinen guten Eindruck.

Durch diese Pressemitteilung möchten wir die aktuelle Situation aus unserer Sicht darstellen. Wir werden einem Vorschlag, der unsere Situation verschlechtert, nicht zustimmen – das sind wir dem Hundesport und unseren Mitgliedern schuldig.

JürgenThoma, 1. Vorsitzender HSV Edingen

Richard Strauss, 1. Vorsitzender VfH Neckarhausen

Klaus-Dieter Immerz ( Ehrenvorsitzender HSV Edingen, Mitglied VfH Neckarhausen)"

Redaktion Aus Leidenschaft Lokalredakteur seit 1990, beim Mannheimer Morgen seit 2000.