AdUnit Billboard
Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen: Gewerbegebiet lässt auf sich warten

Von 
Hans-Jürgen Emmerich
Lesedauer: 

Edingen-Neckarhausen. Das Verfahren zur Ausweisung eines Gewerbegebietes an der Speyerer Straße (In den Milben) in Edingen-Neckarhausen verzögert sich weiter. Das geht aus den Vorlagen für die nächste öffentliche Sitzung des Gemeinderates am kommenden Mittwoch hervor. Danach könnte die Erschließung (der Bau von Straßen und die Verlegung von Leitungen für Wasser, Abwasser, Strom und Telekommunikation) frühestens im zweiten Halbjahr 2022 beginnen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

„Das Verfahren zieht sich schon ewig“, klagt Bürgermeister Simon Michler. Immer wieder meldeten sich örtliche Betriebe bei ihm, weil sie auf der Suche nach Flächen seien und Planungssicherheit bräuchten. „Wir wollen das deshalb so schnell wie möglich abwickeln“, betont Michler. Im Anhörungsverfahren, das nach Angaben des Bauamts im Mai 2021 durchgeführt wurde, hätten sich alle Eigentümer mit der Einleitung eines gesetzlichen Umlegungsverfahrens einverstanden erklärt. Den Umlegungsbeschluss hat der Gemeinderat bereits gefasst. Im weiteren Verlauf sollen dann im September 2021 mit allen Eigentümern Gespräche geführt werden.

Die Gemeinde will im Zuge der Umlegung wenn möglich weitere Grundstücksflächen übernehmen. „Mangels verfügbarer Haushaltsmittel soll dieser Grunderwerb der Gemeinde jedoch zunächst außerhalb des Haushalts abgewickelt werden“, heißt es dazu in der Vorlage. Mit der Erschließung wurde bereits 2018 die ESB Kommunalprojekt AG beauftragt. Sie könnte für die Grundstücksgeschäfte auch ein Kreditkonto bei der Landesbank einrichten. Zunächst muss der Gemeinderat aber der Vorgehensweise und dem städtebaulichen Vertrag mit der ESB zustimmen, der die Details regelt.

Ursprünglich war an diesem Standort lediglich der Bau eines Hilfeleistungszentrums für Feuerwehr und DRK geplant. Ein Grundsatzbeschluss zu diesem Projekt steht noch immer aus. Vor der Sommerpause wird es dazu zwar Gespräche, aber – anders als zuletzt angekündigt – noch keine Entscheidung geben, wie Michler auf Nachfrage sagte. Er strebe dies nunmehr für September oder spätestens Oktober an. Dann solle auch über den künftigen Standort des Hundesports entschieden werden.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Corona-Hilfen entlasten

Bevor der Gemeinderat über das weitere Verfahren beim Gewerbegebiet entscheidet, geht es im Halbjahresbericht um die Finanzen. Die Jahresrechnung 2020 schließt im ordentlichen Ergebnis voraussichtlich mit rund 490 000 Euro im Plus ab, also um rund 2,2 Millionen Euro besser als veranschlagt. „Dies ist nicht zuletzt durch Corona-bedingte Ausgleichszahlungen, sowie durch die im Juni beschlossenen Haushaltssperren und damit einhergehender Aufwendungsdisziplin begründet“, schreibt der Kämmerer. Schlechter sieht es bei den außerordentlichen Erträgen aus. Dazu zählen vor allem Grundstückserlöse. Diese waren mit 5,6 Millionen Euro eingeplant, lagen aber tatsächlich bei null. Die Bürger können gleich zu Beginn der Sitzung Fragen stellen.

Redaktion Aus Leidenschaft Lokalredakteur seit 1990, beim Mannheimer Morgen seit 2000.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1