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Volksfest - Bürstadts kleinster Stadtteil feiert im Internet und in kleiner Runde auch direkt mit den Bürgern

Schlagerbarde zieht beim Kerweumzug durch Riedrode

Von 
Christine Dirigo
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Per Live-Stream konnte jeder mit Internetanschluss beim Ausgraben der Riedroder Kerwe dabei sein: Bernd Deckenbach, Nils Heydenreich, Fabian Kreiling und Neuzugang Hanna Deckenbach (v.l.) machten sich nützlich und gruben den Sarg aus. © Christine Dirigo

Riedrode. „Wem gehert die Kerb? Unser“, schallte es zum Abschluss des Ausgrabens von den Riedoder Kerweborsch zu den Zuschauern, die am Freitagabend live vor dem Rechner saßen. Denn erneut wurde die Startzeremonie des Volksfestes in Bürstadts kleinstem Stadtteil ins Internet übertragen. „Wir hätten auch nicht damit gerechnet, dass es nach 2020 noch mal so ist, dass wir nicht real zusammen feiern können. Aber es ist so gekommen“, meinte Kerweopa Bernd Deckenbach.

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Deswegen hieß es auch „Dorfkerwe Dehoam 2021“ und das Traditionsfest startete das zweite Jahr in Folge digital und per Live-Stream. Pünktlich um 19 Uhr zog das Kerweteam hinter dem Bürgerhaus zu der Stelle am Baum in der Ecke ein, wo die Kerwe immer begraben wird. Sie nahmen Aufstellung, immer begleitet vom Kamerateam. Es bestand aus Dominik Winkler, Andre Held und Patrick Seiler, die später auch als „District Lounge“ für die richtige Stimmung sorgten.

Deckenbach bedankte sich bei Orga-Team für die Vorplanung und bei den Kerweborsch und -mädels. „Es war vorher noch nie so viel Arbeit mit dem Bauen, dem Packen und dem Ausfahren der Kerwepakete. Aber es hat Spaß gemacht und war ein schönes Miteinander“, sagte er zu der jungen Truppe. Sein Dank ging zudem an den Ortsvorsteher Helmut Dietz und an Claus Ofenloch, der die Fahnen aufgestellt hatte. „Neun Kerwepakete sind noch übrig. Die liefern wir gerne noch vor Sonntag aus, wenn wir Bestellungen bekommen“, so der Kerweopa und hielt einen der selbstgebauten Flaschenträger in die Kamera – mit allem, was das Kerweteam hineingepackt hatte.

Sarg schnell gefunden

Dann verteilte er Schippen und Spaten an Kerwevadder Fabian Kreiling, Mundschenk Nils Heydenreich und Neuzugang Hanna Deckenbach, seine Tochter. Und die machten sich ans Werk. Der Sarg mit der Kerwe war schnell gefunden und ausgegraben. Deckenbach zeigte den Zuschauern, was sich im Einzelnen im Sarg befunden hatte. Denn beim Eingraben war im vergangenen Jahr kein Publikum anwesend. Die Zeremonie war auch nicht übertragen worden. Im Sarg war unter anderem eine Hasenfigur aus Sperrholz, die allerdings unter dem Frost etwas gelitten hatte. Dann waren da noch eine Flasche Desinfektionsmittel und weitere lustige Sachen.

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Aber auch der Kerwewein hatte darin gelegen. Der wurde gleich geöffnet und ausgeschenkt. Nach einer kurzen Werbepause mit den Videos für die Sponsoren ging es dann mit der Musik weiter.

Der Samstagabend startete dann mit dem Kerweumzug durch den Stadtteil. „Wir haben die Baustelle links liegen gelassen und sind trotzdem den geplanten Weg gelaufen“, berichtete der Deckenbach. Die große Runde wurde gleich zweimal absolviert, gleich um 18 Uhr und noch einmal gegen 20.30 Uhr, um jedem Riedroder zumindest einmal die Möglichkeit zu geben, mitzufeiern.

„Die Stimmung war gut. Die Leute standen oft in kleinen Gruppen in den Höfen und feierten zusammen. Dann kam wieder drei Häuser ohne Zuschauer und so weiter. Die Leute waren dankbar, dass wir überhaupt was machen“, freute sich der Kerweopa.

Mitsingen bei „Mendocino“

Oft hatten sich die Anwohner Essen aus den Gaststätten besorgt und verspeisten das gerade im Hof. Wenn sie auf eine kleinere Gruppe trafen, hielt der Anhänger, auf dem Rico Bravo und Howie standen, und spielten ein Lied. Bravo gilt als der Schlagerbarde der Bergstraße und spielte Titel, die jeder mitsingen konnte, wie „Mendocino“.

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Nach der zweiten Runde durch den Ort war dann gegen 22.30 Uhr Schluss. „Wir haben verschiedene Einladungen erhalten, werden noch irgendwo sitzen und den Kerwesamstag ausklingen lassen“, verriet Deckenbach.

Der Kerwesonntag startete der Kuchenverkauf ab 10 Uhr und am frühen Nachmittag ging es mit dem Livestream von der Kerweredd weiter (wir werden noch berichten).

Freie Autorin

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