Aktion - Mädchen und Jungen beteiligen sich am „Sauberhaften Kindertag“ / Mit Greifzange und Arbeitshandschuhen ausgerüstet

Müll im Bürstädter Wald eingesammelt

Von 
Jutta Fellbaum
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Die jungen Umweltschützer haben viel zu tun. Überall im Wald liegt Müll herum, den die Kinder einsammeln. © Jutta Fellbaum

Bürstadt. „Igitt, da liegt noch eine Zigarettenkippe“, regt sich eine kleine Müllsammlerin auf. Und auch ein achtlos auf den Waldweg geworfenes Papiertaschentuch sammelt das Kitakind aus dem Zwergenwald mit sichtlicher Missbilligung auf.

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Fünf kleine Umweltschützer hatten sich mit ihren Betreuerinnen zum Müllsammeln auf den Weg gemacht. Sie beteiligten sich wie weitere 17 000 Kinder am „Sauberhaften Kindertag“, einer landesweiten Müllsammelaktion der hessischen Staatskanzlei. „Wir haben im Moment etwa 50 Kinder in der Notbetreuung“, erklärte Kita-Leiterin Anja Kuhn.

In vier Gruppen aufgeteilt, hatten sich elf Erzieherinnen mit ihren kleinen Schützlingen auf den Weg gemacht. Die Kinder waren warm angezogen, denn Windgott Aiolos riss mit Sturmtief Eugen kräftig an den Baumwipfeln. Ausgerüstet waren die fleißigen Helferlein mit Warnwesten, Arbeitshandschuhen und Greifzangen. So liefen sie los und sammelten alles auf, was nicht in den Wald gehörte. Den eingesammelten Dreck verstauten sie sorgsam in den mitgebrachten Mülltüten. Nach der Rückkehr wurde alles getrennt und in den entsprechenden Behältnissen entsorgt.

Oftmals staunten die Kids nicht schlecht, was sie bei ihrem Rundgang alles entdeckten. Neben allerlei ausrangiertem Hausrat fanden sie Farbeimer, Reifen oder schadhafte Elektrogeräte.

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„Wir machen zweimal im Jahr bei der Aktion mit“, erklärte Kuhn. Neben der Ehrenamtsaktion sollen die Kids dabei spielerisch lernen, wie mit Müll umzugehen ist. „Außerdem haben unsere Kinder auch eine Menge Spaß dabei“, machte Anja Kuhn deutlich. Denn in verschiedene „Arbeitsbereiche“ aufgeteilt, galt es, möglichst viel Unrat mit nach Hause zu bringen. Denn obwohl die Zwergenwald-Kinder sich jeden Tag in der freien Natur bewegen und das Außengelände jetzt endgültig fertiggestellt und seit drei Wochen nutzbar ist, haben die Kleinen sehr wohl schon einen Blick auf und für die Natur.

1000 Euro gewonnen

Die Kinder haben ein riesiges Osterei gebastelt. Nach einer Ausstellung in der Kaiserpassage in Worms gewannen sie zum zweiten Mal den ersten Preis. Jetzt dürfen sie sich über ein Preisgeld von 1000 Euro freuen. Das Geld ist für einen Ausflug bestimmt, wenn dies wieder möglich ist.

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Am Herzen liegt dem engagierten Kita-Team auch eine schöne Abschlussfeier für die zukünftigen Schulkinder. Ein kleines Fest und eine gemeinsame Übernachtung sollen trotz aller Einschränkungen nach dem Auszug aus dem Kindergartennest in guter Erinnerung bleiben.

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Freie Autorin