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Bildung - Bürstädter Schillerschule erhält erneut Zertifikat / Arbeitsgruppe organisiert viele Aktionen und Weiterbildung der Lehrkräfte

Kleinerer Schulhof bremst Bewegung aus

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cid
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Torsten Wiechmann (r.) überreichte das Zertifikat „Bewegung und Wahrnehmung“ an die Gruppe um Rolf Winkler (2.v.r.). Mit dabei sind auch Theresa Fuchs-Riedel, Ute Hirsch, Tamara Reuter und Napoleon Wittig (v.l.). © Christine Dirigo

Bürstadt. Es ist das zweite Mal, dass die Bürstädter Schillerschule eine Auszeichnung für „Bewegung und Wahrnehmung“ erhält. Stellvertretend für das Kultusministerium überreichte Rektor Torsten Wiechmann das Zertifikat an den stellvertretenden Schulleiter Rolf Winkler. Dieser nahm es für die gesamte Gruppe entgegen, die im Team für die bewegte Schule mitarbeitet.

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2016 erhielt die Schillerschule das Zertifikat zum ersten Mal. Alle fünf Jahre kann es erneuert werden. Die Gruppe rund um Winkler lässt sich viel einfallen. Einige Klassen ziehen nach den Sommerferien in die Container an der Oberschultheiß-Schremser-Straße, wegen der Bauarbeiten steht nur noch ein kleiner Teil des bisherigen Schulhofs zur Verfügung. „Die Schüler haben dann hauptsächlich den Raum zwischen Containern und der Turnhalle zur Verfügung, der bisher kein Pausenhof war“, erklärte Wiechmann. Hier haben die Lehrer der Gruppe bereits auf dem Boden farbige Felder aufgemalt, die zur Bewegung für Hüpfspiele anregen sollen.

Vor allem das Klettergerüst wird fehlen. „Ich hoffe, dass der Kreis als Schulträger einspringt und uns mit Spielgeräten unterstützt. Die Anträge sind schon gestellt“, meinte der Rektor.

Für die Sanierung sind rund drei Jahre eingeplant, und Wiechmann geht davon aus, dass die Erstklässler, die ab dem nächsten Schuljahr kommen, die Container in ihrer Zeit an der Grundschule nicht wieder verlassen werden. „Das ist eine Generation, die in den Pausen nicht die Möglichkeit hat, sich richtig auszutoben, weil der Platz eingeschränkt sein wird“, bedauerte er. Während der Bauphase fehlt es zudem an Sitzgelegenheiten und Schatten.

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Umso wichtiger ist die Arbeit der Gruppe „Bewegung und Wahrnehmung“, an der sich neben Winkler noch Napoleon Wittig, Theresa Fuchs-Riedel, Ute Hirsch, Tamara Reuter und Simona Herrmann beteiligen. Sie sorgen für ein Angebot mit Bewegungspausen, Spielen und Entspannungsübungen. Darüber hinaus gibt es die Vernetzung mit Vereinen, ein vielfältiges AG-Angebot mit sportlichen Schwerpunkten, jedes Jahr das Sportabzeichen und die Teilnahme an sportlichen Wettkämpfen.

Für die Kinder der vierten Klassen ist das jährliche Zirkusprojekt gedacht. „Außerdem gibt es Aktionen wie die ‚Grüne Meile‘, die diesmal zwischen dem 28. September und dem 4. Oktober stattfindet“, ergänzte Winkler. Auch für den Neubau hat das Team auf eine ergonomische Ausstattung gedrängt und plant auch die Außenanlage mit. Dabei hilft ihnen ihre regelmäßige Weiterbildung.

„Wichtig sind auch die feinmotorischen Fähigkeiten. Die sind bei vielen Kindern nicht mehr so gut ausgebildet, weil beispielsweise weniger im Sand gespielt wird. Das macht sich dann auch bei der Stifthaltung bemerkbar“, ergänzte Wiechmann. Auch die Corona-Zeit merke man den Kindern an. Einige seien sehr sportlich geblieben. Aber es gebe auch etliche, die an Gewicht zugelegt haben, weil sie zu wenig Gelegenheit hatten, sich zu bewegen. cid

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