Bürgerbeteiligung - Jugendorganisation hat von Bürstädter Verwaltung noch keine Antwort auf ihre Petition bekommen Jusos kämpfen um Freizeitkickergelände

Von 
red
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Der Erhalt des Freizeitkickergeländes in Bürstadt liegt den Jusos Ried am Herzen, ebenso wie eine bessere Bürgerbeteiligung. © Berno Nix

Bürstadt. Die Jusos Ried zeigen sich enttäuscht über den Umgang mit Bürgeranliegen in Bürstadt. Im November starteten die Jungsozialisten eine Petition zum Erhalt des Freizeitkickergeländes. Hintergrund war der Beschluss einer Verwaltungsvorlage durch den Umwelt- und Stadtentwicklungssauschuss im Oktober vergangenen Jahres, wonach eine Bebauung mit dem Schwerpunkt Wohnnutzung planerisch auf dem Freizeitkickergelände entwickelt und Gespräche mit der Behindertenhilfe Bergstraße (bhb) bezüglich der möglichen Nutzung des Geländes vertieft werden sollten.

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Obwohl aufgrund der Pandemiesituation auf das Auslegen von Unterschriftslisten in Geschäften bewusst verzichtet wurde und das Anliegen der Jusos nur durch die „digitale Unterschrift“ auf der Online-Plattform „Change.org“ unterstützt werden konnte, zählte die Petition innerhalb von zwei Wochen bereits über 500 Unterstützer.

Am 16. November sendete die Jugendorganisation die Unterschriftenliste an Bürgermeisterin Bärbel Schader und Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Eberle. „Leider habe ich bis heute keine Antwort von der Bürgermeisterin erhalten“, sagt Lara Strubel, Vorsitzende der Jusos Ried. „Nur aus der Presse konnten wir entnehmen, dass die Behindertenhilfe entgegen vorheriger Aussagen der Bürgermeisterin den Beethovenplatz als erste Wahl für eine Wohnanlage in Bürstadt ansieht.“

Die Stadtverordnetenversammlung beschloss mit Mehrheit der CDU/FDP-Koalition bei ihrer Sitzung am 18. November lediglich, dass der Skatepark sowie das Basketballfeld in den Bildungs- und Sportcampus zu integrieren seien. Die Zukunft des Freizeitkickergeländes blieb hingegen weiterhin offen, heißt es in der Pressemitteilung.

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„Wir finden, die Bürgermeisterin ist den über 500 Menschen, die sich für den Erhalt des Freizeitkickergeländes stark gemacht haben, zumindest eine Antwort schuldig. Und auch die CDU sollte schleunigst zu einer klaren Linie gelangen“, findet Philipp Ofenloch, Vorstandsmitglied der Jusos und SPD-Stadtverordneter.

Zehn-Punkte-Plan vorgelegt

Weil der Umgang mit der Petition der Jusos nur ein Beispiel von vielen sei, bei denen sich Bürger in Bürstadt von der Verwaltung und der CDU geführten Koalition nicht ernstgenommen fühlen würden, kündigen die Jusos nun eine Initiative zur besseren Beteiligung von Bürgern an. Die Jusos haben daher einen „Zehn-Punkte-Plan Bürgerbeteiligung“ an die SPD-Fraktion weitergegeben. In diesem sehen sie unter anderem die Einbindung eines Petitionstools auf der Homepage der Stadt, einen Bürgerhaushalt zur Umsetzung konkreter Vorhaben aus der Bevölkerung sowie die Durchführung von Fragestunden vor Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung vor. red