AdUnit Billboard

Investoren dürfen Wohnblöcke bauen!

Von 
Klaus Koch
Lesedauer: 

Leserbrief zum Artikel „Preiswerter Wohnraum in der zweiten Reihe“

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Die Stadtverordneten werden in der Sitzung am 14. Juli unter anderem über einen Bebauungsplan „Innenentwicklung Kettelerstraße und Oberschultheiß-Schremser-Straße“ entscheiden. Eine Zustimmung des Bau- und Stadtentwicklungsausschusses ist bereits erfolgt. Ziel der Bebauungspläne ist eine Verdichtung der Wohnsituation, die heute vorwiegend von Ein- und Zweifamilienhäusern geprägt ist.

Der vorliegende Bebauungsplan erlaubt das Bauen in der zweiten Reihe, was in der Ausschusssitzung hervorgehoben wurde. Er erlaubt aber auch sehr große Gebäude mit vier Stockwerken, eine Gebäudelänge von 35 Metern, beliebig viele Wohnungen in einem Gebäude und Tiefgaragen. Zum Vergleich: Die halbe Länge und die Höhe des Ostgebäudes der Schillerschule entsprechen der möglichen Gebäudegröße. Bauprojekte wie die Messplatzbebauung in Bobstadt oder das Projekt „Mainstraße 54“ werden auch in diesem Stadtteil ermöglicht. So große Gebäude, die beispielsweise 16 Wohnungen haben können, würden den bisherigen Charakter des Gebietes grundlegend verändern.

Wer hat eigentlich dem Planungsbüro Ziele für die Verdichtung vorgegeben? Oder haben Investoren ihre Planungswünsche übermittelt? Warum soll in einem typischen Wohngebiet so hoch verdichtet werden wie im Stadtkern? Vor Kurzem gab es in Lampertheim Diskussionen zur Innenstadtverdichtung. Nach dem Veto einiger Bürger haben die dortigen Politiker erkannt, dass man bei geplanten Verdichtungen im Stadtgebiet mit Maß und Ziel vorgehen muss. Sind die Bürstädter Politiker auch bereit, für die Belange ihrer Bürger einzustehen?

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2
AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1