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Sicherheit

Großes Lob für fleißige Bürstädter Feuerwehren

Von 
Jutta Fellbaum
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Langjährige Mitglieder der Feuerwehr bekommen von Bürstadts Bürgermeisterin Bärbel Schader ihre Anerkennungsprämien überreicht. © Jutta Fellbaum

Bürstadt. Nach pandemiebedingter Pause fiel die Berichterstattung durch Stadtbrandinspektor Uwe Schwara bei der Jahreshauptversammlung aller Feuerwehren Bürstadts im Bürgerhaus entsprechend ausführlich aus. Im Beisein von Bürgermeisterin Bärbel Schader, Erstem Stadtrat Christoph Lang und einigen Magistrats- und Stadtparlamentsmitgliedern wurden verdiente Brandschützer mit Bandschnallen, Weinpräsenten und Anerkennungsprämien in den Mittelpunkt gestellt (siehe Infokasten).

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„Trotz Pandemie und Lockdowns war das Einsatzaufkommen auf einem hohen Niveau, somit liegt eine arbeits- und ereignisreiche Zeit hinter der Feuerwehr der Stadt“, machte Uwe Schwara deutlich. Oberstes Ziel sei gewesen, die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten. So rückten die Aktiven in den vergangenen drei Jahren zu insgesamt 799 Einsätzen aus. Neben Bränden verschiedener Kategorien wurden die Brandschützer zu Hilfeleistungen unterschiedlichster Art angefordert. Neben der Unterstützung von Rettungsdiensten öffneten sie Türen, waren bei Sturm und Unwetter verlässliche Helfer. Bei Verkehrsunfällen waren sie ebenso zur Stelle. Und sie retteten Menschen. So geschehen bei dem Brand im ehemaligen Hotel Berg, wo zehn Menschen aus höchster Not gerettet werden konnten. Insgesamt verdanken 43 Personen ihr Leben den tatkräftigen Ehrenamtlichen. Die Frauen und Männer der Wehr mussten aber auch verkraften, dass für acht Menschen jede Hilfe zu spät kam.

Insgesamt summierten sich die Einsatzstunden der 101 aktiven Mitglieder auf 14 048. Brandsicherheitsdienste und Einsatzkräfte, die auf dem Gerätewagen ABC und der GABC-Erkundungswagen ihren Dienst tun, waren zudem im gesamten Kreisgebiet unterwegs. Auch wenn die Feuerwehrschule geschlossen wurde, bildeten sich die Mitglieder in Lehrgängen weiter.

Ehrungen

  • Geehrt wurden von Bürgermeisterin Bärbel Schader und Stadtbrandinspektor Uwe Schwara mit Bandschleifen, Weinpräsent und Anerkennungsprämien:
  • 40 Jahre: Reiner Ofenloch, Günter Dinges, Claus Ofenloch.
  • 30 Jahre: Frank Aupperle, Markus Gerhard, Uwe Stockmann, Andreas Noll.
  • 20 Jahre: Christian Durrer, Uwe Jakob, Thomas Stephan, Kevin Wiedemann, Sascha Brutscher, Martin Eberlein, Kerstin Winkler, Susanne Merl.
  • Zehn Jahre: Dominik Held, Manuel Hildebrandt sowie Andreas Gußmann. 

Zudem sorgten die Jugendfeuerwehrwarte dafür, dass die insgesamt 52 Jugendlichen nicht das Interesse verloren. Bei den Kinderfeuerwehren werden 49 Kids an das Feuerwehrwesen herangeführt. Mit kreativen Ideen sicherten sie so die Zukunft der Wehren. Unverzichtbar auch die Alters- und Ehrenabteilung, die 37 Mitglieder zählt. Sie unterstützen bei diversen Veranstaltungen, zeigen Präsenz und treffen sich jetzt auch wieder regelmäßig. Nicht zu vergessen die Spielgemeinschaft des Spielmanns- und Fanfarenzuges der Feuerwehr Bürstadt mit der Feuerwehr Hofheim. Dessen 64 Mitglieder runden so manches Fest musikalisch ab und sind nicht selten Repräsentanten der Bürstädter Wehren auch im Ausland. „Somit kommen wir auf die stolze Summe von insgesamt 303 Personen, die sich aktiv in den verschiedenen Abteilungen der Feuerwehr betätigen“, berichtete Schwara.

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Für Stadtbrandinspektor Uwe Schwara wurde ein neuer Stellvertreter gesucht. Nach dem Rücktritt von Sven Molitor 2021 hatte Simon Lambrecht bis zur Versammlung das Amt kommissarisch übernommen. In entschuldigter Abwesenheit wählten die 46 wahlberechtigten Aktiven, bei fünf Enthaltungen, Sebastian Kaiser zum stellvertretenden Stadtbrandinspektor.

Sorge bereitet Uwe Schwara das vollkommene Erliegen der Brandschutzerziehung und Aufklärung. Seine Hoffnung setzt er auf einen zweiten hauptamtlichen Gerätewart, der dann auch diese gesetzliche Aufgabe übernehmen könnte. Denn die Arbeit vom neuen hauptamtlichen Gerätewart Michael Siefert ist umfangreich, und er stößt trotz Unterstützung der Ehrenamtlichen an Grenzen.

Schwara erklärte weiter, die Prüfung und Reinigung der Schläuche, die bis Ende vergangenen Jahres von den Aktiven der Feuerwehr Lampertheim durchgeführt wurde, sei aufgekündigt worden. Eine neue Vereinbarung wurde mit der Feuerwehr in Lorsch geschlossen, die über eine automatisierte Schlauchpflegeanlage verfügt, die nach Absprache genutzt werden kann.

Der Fuhrpark setzt sich aus 18 Fahrzeugen (inklusive der zwei Katastrophenschutzfahrzeuge), drei Anhängern und vier Abrollbehältern zusammen. Für Mannschaften konnten ebenso Anschaffungen getätigt werden, auch die Feuerwachen konnten teilweise modernisiert werden. Einige wichtige Teile zum Ersatz von Ausrüstung konnten zudem angeschafft werden.

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Vorsorglich wies Schwara darauf hin, es sei notwendig über die Ersatzbeschaffung eines Teleskopgelenkmastfahrzeuges, das bis Mitte 2026 auf dem verabschiedeten Bedarfs- und Entwicklungsplan steht, bis zum 31. August nachgedacht werden müsse. Denn ein Zuschuss durch das Land Hessen müsse rechtzeitig beantragt werden. Auch die Atemschutzübungsanlage braucht eine Ertüchtigung. „Eine Entscheidung wurde hier noch nicht getroffen“, stellte Schwara fest.

„Meine Hochachtung“

Der Stadtbrandinspektor dankte allen Beteiligten und schloss dabei auch die Familienmitglieder der Freiwilligen ein. Bürgermeisterin Bärbel Schader lobte die gute Zusammenarbeit. „Sie haben meine höchste Hochachtung verdient“. Besonders freute sie sich über die gut aufgestellte Wehr, die mit kreativen Ideen die schwere Zeit der Pandemie gemeistert habe.

Freie Autorin

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