AdUnit Billboard
Erich Kästner-Schule - Bürgerstiftung und Rotarier stellen Geflüchteten Rucksäcke und Zubehör zur Verfügung

Erstausstattung für Ukrainer

Von 
Cid-Bild
Lesedauer: 
Im Schulgarten erhielten die jungen Ukrainer die Rucksäcke. Mit dabei (v.l.) Jutta Bals, Rüdiger Engert (Bürgerstiftung), vier Jugendliche, Thomas Klauer, Frank Kaus und Peter Tschirch (Rotary) sowie Rektorin Stephanie Dekker. © Christine Dirigo

Bürstadt. Ein Hilferuf ging von der Erich Kästner-Schule (EKS) aus und wurde von der Bürgerstiftung und vom Rotary-Club Lampertheim gehört. Inzwischen sind ukrainische Jugendliche an der Schule angekommen und, da die Familien oft mit nichts geflüchtet sind, haben sie keine Grundausstattung.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Jetzt haben die Stiftung und die Rotarier 20 Rucksäcke besorgt, die alle mit Blöcken, Mäppchen, Trinkflaschen und Schnellhefter gefüllt sind, damit die jungen Ukrainer eine Basis haben. Acht sind für die EKS gedacht, zwei gehen an die Schillerschule und die übrigen zehn bleiben als Reserve. „Die ukrainischen Familien sind quasi von einem auf den anderen Tag gekommen und einer Schule zugewiesen worden. Wir wollten dafür sorgen, dass sie einen Start haben wie andere auch“, so die Schulleiterin Stephanie Dekker.

Derzeit gibt es zwei Inklusionsklassen an der EKS. Bei Bedarf könnte noch eine Dritte aufgemacht werden. Jutta Bals ist Leiterin des Inklusionszweigs.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Hilfe für verschiedene Länder

Die Klassen sind altersgemischt, und die Schüler kommen aus vielen verschiedenen Ländern wie Irak, Kosovo, Ungarn, Syrien, Afghanistan, Somalia und jetzt auch aus der Ukraine. „Die Vorbildung ist unterschiedlich, genau wie der Umgang mit Schule generell. Sie kommen aus unterschiedlichen familiären Situationen“, berichtete Jutta Bals. 22 Stunden pro Woche lernen alle Deutsch, dazu gibt es Erdkunde oder die Naturwissenschaften. Acht Stunden gehen die Schüler in die regulären Klassen, um sich einzugewöhnen und Kontakte zu Gleichaltrigen zu haben. Darüber hinaus gibt es die AGs und die Pausen für Kontakte untereinander oder aber auch das Jugendhaus. „Unsere Schüler haben Spaß an allem und wollen überall mitmachen“, berichtete die Leiterin des Inklusionszweigs. Nach zwei bis drei Jahren können sie an dem „normalen“ Unterricht in den regulären Klassen teilnehmen. Oft können sie vorher schon mehrere Stunden in einem Fach in der Klasse teilnehmen. „Jeder Schüler hat einen anderen Stundenplan, der sich etwa vier Mal im Jahr ändert“, teilte die Rektorin mit.

Lehrer gesucht

Sie sucht derzeit dringend Lehrer, die Ukrainisch sprechen. Auch Quereinsteiger aus anderen Berufen sind willkommen. Jutta Bals braucht Spender, die Wörterbücher finanzieren.„Bei machen Sprachen gibt es sie gar nicht auf Deutsch, wie bei Urdu. Da gibt es nur Lexika mit Urdu-Englisch und das muss wiederum auf Deutsch übersetzt werden“, meinte sie. In beiden Fällen bitte beim Sekretariat unter erich-kaestner-schule@kreis-bergstrasse.de melden.

Die Tablets, die von den Rotariern gespendet wurden, werden sehr gut genutzt. Auch für Übersetzungen, denn es geht übers Internet recht schnell. „Als die Anfrage der EKS kam, war uns klar, wir müssen hier helfen“, erklärte Präsident Frank Kaus. Der Krieg in der Ukraine verursacht unsägliches Leid, die Bilder prägen sich ein, und deshalb wollen die Rotarier den Menschen helfen, die mit nichts kommen, besonders den Kindern. „Die Rucksäcke sind eine Willkommensgeste und nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, so der Vorsitzende der Bürgerstiftung, Rüdiger Engert. Die Stiftung sucht immer wieder Geldgeber, gerne auch für zweckgebunde Spenden. Das Schöne an den Rucksäcken ist, sie können ebenfalls für den Freizeitbereich genutzt werden und sind so multifunktional.

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3
AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1