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IG Saubere Umwelt - Finanzielle Unterstützung auf dem Verfügungsfonds des Quartiermanagements

Engagiert für ein sauberes Bürstadt

Von 
Christine Dirigo
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Auf dem Beethovenplatz trafen sich die Mitsammler der IG Saubere Umwelt mit Gründerin Mia Ötztürk (4.v.r.), Tanja Vetter (r.) und Stephanie Dekker (3.v.r.). Sie zeigen die Warnwesten, die sie bereits angeschafft haben. © Christine Dirigo

Bürstadt. Jeden ersten Samstag im Monat treffen sich die Mitmacher der IG Saubere Umwelt und sammeln Müll von den Straßenrändern, den Plätzen und Wegen der Stadt. Jetzt haben sie aus dem Verfügungsfond des Quartiermanagements Gelder in Höhe von tausend Euro erhalten. Der Antrag wurde im Juni gestellt und zügig bearbeitet.

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Davon haben sie bereits neue Warnwesten mit dem Aufdruck „IG Saubere Umwelt“ und dem Logo mit dem Männchen, das etwas in einen Papierkorb legt, angeschafft. „Heute wurden wir nicht mehr so oft gefragt, was wir machen“, freute sich Gründerin Mia Ötztürk. Sie hatte die Interessengemeinschaft vor etwa zwei Jahren ins Leben gerufen. Die Passanten wundern sich oft, dass es Leute gibt, die in ihrer Freizeit den Müll aufsammeln, den andere in der Landschaft hinterlassen. Und das freiwillig, aus eigenem Engagement heraus, damit es sich besser in Bürstadt lebt.

Auch der Tierschutz steht bei ihnen ganz oben. Die Gründerin versorgt unter anderem den Parkplatz bei der Grillhütte regelmäßig mit Vogeltränken, die auch Insekten, Hunde und Katzen gerne nutzen. „Unsere Truppe besteht aus einem festen Kern von ungefähr zehn Leuten, alle verschieden alt und mit verschiedener Herkunft. Und jeder kann bei uns mitmachen, ob nur einmal, mehrmals oder dauerhaft. Wir freuen uns über jede Mithilfe“, so Mia Ötztürk. Das Geld wird zudem dafür verwendet, einen Bollerwagen zu kaufen, damit die Müllsäcke nicht so lange getragen werden müssen. Denn durch die gefundenen Flaschen, besonders die kleinen für Schnäpse, werden die sehr schnell schwer. Aber auch Greifzangen, neue Mülltüten und Mehrweghandschuhe sollen davon gekauft werden.

Von Kippen bis zum Smart-TV

Vom Abfallwirtschaftshof haben sie eine Grundausstattung erhalten, die aber nach und nach ergänzt werden muss. Am Samstag hatten sie im Bereich Beethovenplatz, Jahnplatz und entlang der Bahnlinie rund eine Stunde gesammelt. Dabei ist ein alter Koffer, ein kleiner Smart-TV und ein kompletter Sack Rasendünger gefunden worden, dazu noch jede Menge Masken und wie immer sehr viele Kippen. Oft gehen sie auch im Quartier zum Freizeitkickergelände, zum Areal rund ums Waldschwimmbad und den neu entstehenden Bildungs- und Sportcampus.

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„Corona hat uns natürlich ausgebremst, aber in den vergangenen Wochen sind wieder Treffen mit mehreren Leuten möglich. Wir möchten gerne weitere Mitbürger für unser Projekt begeistern. Dafür soll es bald auch Flyer und Plakate geben, die wir ebenfalls vom Verfügungsfonds finanzieren wollen“, berichtete die Gründerin. Ziel ist es außerdem, Kooperationen mit den Schulen und Kindergärten einzugehen. Die Erich-Kästner-Schule (EKS) beteiligt sich regelmäßig an Müllsammelaktionen und ist immer bei der Aktion Saubere Landschaft dabei, die von der Vereins AG initiiert ist und an der viele Vereine mitmachen. Die will die IG natürlich auch noch kontaktieren, da es diesen Tag wegen Corona nicht in gewohnter Form gegeben hat.

Mit bei der Bescheidübergabe waren Gerasimoula Gregoraki vom Quartiersbüro und Stephanie Dekker, Mitglied im Gremium des Verfügungsfond und gleichzeitig Rektorin der EKS. „Ein Netzwerk zu haben, ist ganz wichtig“, betonte Gerasimoula Gregoraki und befürwortete das Vorhaben der IG, weitere Mitstreiter ins Boot zu holen, ob Vereine oder Privatpersonen. Normalerweise sammelt jeder an einem anderen Ort jeweils eine Stunde, und der Müll wird beim Abfallwirtschaftshof abgegeben. „Jeder bringt seinen Sack selbst vorbei und macht ein Foto. Das letzte Foto leite ich dann an die städtischen Mitarbeiter weiter“, erzählte Tanja Vetter, eine der Mitstreiterinnen der IG.

Wer mitmachen möchte, kann über die Profile bei Instagram und Facebook Kontakt zu Mia Ötztürk aufnehmen, die alles koordiniert. Es gibt nämlich keinen festen Ort, an dem sich die IG Saubere Umwelt zum Sammeln trifft. Auch kann es sein, dass der Tag auf den zweiten Samstag im Monat verschoben wird, wenn es von der Witterung her nicht passt. Deswegen ist eine vorherige Absprache nötig.

Freie Autorin

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