Wettbewerb - Auch „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ ziehen ins Internet um / Vorentscheid am 1. März mit Bürstädter Beteiligung EKS präsentiert ihre drei Projekte dieses Mal online

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Christine Dirigo
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Bürstadt. Coronabedingt ist auch der Wettbewerb „Jugend forscht“ ins Internet verlagert worden. Damit gibt es vollkommen neue Bedingungen für die Schüler aus der Bürstädter Erich Kästner-Schüle (EKS), die sich an dem Wettstreit um gute naturwissenschaftliche Ideen beteiligen. Am 1. März ist der große Tag: Die Projekte werden zehn Minuten präsentiert und dann gibt es für die Jury noch Zeit für Rückfragen. Am Ende werden die Sieger bekannt gegeben.

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Eine Projektvorstellung aus dem heimischen Wohnzimmer ist eine andere Herausforderung als sonst. „Für manche ist es gut, weil sie etwas schüchterner sind, aber generell wird es das Feedback der Öffentlichkeit sein, dass dieses Jahr fehlt“, erklärte die Leiterin des MINT-Bereiches, Dr. Elke Killer (vormals Wagner-Pommerenke). Sonst war der Tag der Präsentation immer sehr lang – rund 14 Stunden mit Anfahrt in die BASF. Dafür birgt die neue Form der Präsentation auch jede Menge Fallstricke. Und auch die Arbeit an den drei Projekten musste weitgehend zu Hause stattfinden.

Laurin Wiedemann vertritt die EKS bei „Jugend forscht“. © Bild. Christine Dirigo

Jetzt wird noch einmal verstärkt an dem gearbeitet, was bei den Gesprächen über Wochenende mit Elke Killer als „Regisseurin“ der Präsentationen herauskam. „Wenn man am Bildschirm etwas zeigt, muss es etwas anderes sein, als wenn die Zuschauer live dabei sind“, merkte die MINT-Leiterin an. Da ist zum Beispiel auf den Abstand vom Laptop und der Bildschirmkamera zu achten. Es kam beispielsweise auch die Frage auf, wie die Schüler bei Rückfragen angesprochen werden können. „Ich hab‘ den Vorschlag gemacht, sie können sich ein Namenschild basteln und anstecken“, erzählte die Lehrerin.

Da die Teilnehmer bereits „alte Hasen“ sind, wussten sie im Prinzip, was zu tun ist. Laurin Wiedemann (9 Gb) ist 15 Jahre alt, startet in diesem Jahr bei der Altersgruppe „Jugend forscht“ und gehört damit zu den jüngsten der Gruppe, die bis 21 Jahre geht. Er startet im Bereich Arbeitswelten und hat sich mit der Frage „Eignen sich Pflanzenreste und andere Abfallstoffe als Alternativen für ‚Plastik‘ bei der Isolation von Verpackungen?“ beschäftigt.

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Die anderen Teilnehmerinnen starten im Bereich „Schüler experimentieren“. Dazu zählt Karoline Kirsch (7 Gb), die ihr Bio-Projekt aus dem vergangenen Jahr fortführt. Es befasste sich damit, ob sich ein Sandkasten unter Zugabe von Bodenpilzen in ein Gemüsebeet verwandeln lässt. Dieses Mal hatte sie eine Gemüsesorte zum Testen ausgewählt. Anne Alföldi und die Zwillinge Laura und Nina Zieglschmid (7 Ga) starten als Team. Im Bereich Arbeitswelten produzierten sie aus leicht erhältlichen Materialien Haut- und Haarprodukte. Deren Wirksamkeit wurde mit freiwilligen Probanden getestet.

„Schon bei der Auswahl der Projekte haben wir darauf geachtet, dass sie möglichst selbstständig und ohne große Betreuung stattfinden konnten“, erklärte Elke Killer. Denn sie konnte in den zurückliegenden Wochen und Monaten nur „online“ Unterstützung geben.

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In dieser Woche findet der Technik-Test der Veranstalter statt. Die Schüler bekommen noch einmal genaue Vorgaben, wie sie Dateien hochladen können. Es wird geschaut, ob die Videoübertragung gut funktioniert, denn es werden einige Leute bei der Präsentation in der Konferenzschaltung mit dabei sein.

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Der Dank der Schulleiterin Stephanie Dekker ging an Elke Killer, die unter den schwierigen Bedingungen die Schüler begleitet, unterstützt und motiviert. „Die Projekte sind wieder sehr spannend und wir drücken ganz fest die Daumen“, so die Schulleiterin.

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